Titel: Random's Verbesserung an Pulverhörnern.
Autor: Random, Karl
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. LXVI. (S. 222–223)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/ar031066

LXVI. Verbesserung an Pulverhörnern zum Laden der Flinten, Pistolen etc., worauf Karl Random, Baron de Berenger in Target Cottage, Kentish Town, Parish St. Pancras, Middlesex, sich am 20. December 1826 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. October 1828. S. 19.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Diese Vorrichtung soll alle mögliche Sicherheit gegen Explosion des Pulvers bei dem Laden der Gewehre verschaffen, indem das zur Ladung nöthige Pulver in die Flinte gelangt, ohne daß man das Pulverhorn über derselben umstürzen darf.

Fig. 11. zeigt diese Vorrichtung im Perspektive, wie sie an dem oberen Theile des Pulverhornes angebracht ist. a, ist die Röhre, welche, wenn das Pulverhorn umgestürzt wird, die nöthige Menge Pulvers aufnimmt. Diese Röhre ist unten gegen die innere Höhlung des Pulverhornes offen, und mit einem Schieber versehen, den man vorschiebt, sobald diese Röhre durch das Umstürzen des Pulverhornes gehörig gefüllt ist.

Um nun die in a, enthaltene Pulverladung in das Gewehr zu bringen, ist oben an dem Pulverhorne eine Röhre, c, angebracht, welche man in den Lauf des Gewehres stekt, und sobald dieß geschehen ist, drükt man mit dem Daumen auf den Hebel, b, wodurch die Röhre, a, über die Röhre, c, geführt wird, und das Pulver aus a, durch c, in den Lauf des Gewehres fällt. Sobald dieß geschehen ist, führt eine Feder die Röhre, a, in ihre vorige Stellung zurük.

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Das obere Ende der Röhre, a, ist bloß mit Leder bedekt, so daß, wenn wirklich das Pulver während des Ladens sich entzünden sollte, kein Unglük geschehen kann. Ueberdieß steigt noch von innen in dem Pulverhorne ein Pfropfen unten in die Röhre, a, herauf, der alle Verbindung zwischen der Höhlung des Pulverhornes und der Röhre, a, absperrt, sobald leztere auf ihre Stelle zurükgeführt ist.

Der Patent-Träger nimmt die schiebbare Röhre, a, mit ihrer ledernen Kappe, die Seitenröhre, c, und den von innen aus dem Pulverhorne heraufsteigenden Pfropfen als sein Patent-Recht in Anspruch.

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