Titel: Wichtige Verbesserung im Schwarzfärben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. LXXXXVII. (S. 341–343)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/ar031097

LXXXXVII. Wichtige Verbesserung im Schwarzfärben.

Das Register of Arts erwähnte im II. B. New Series S. 264. einiger Muster schwarzer Seidenzeuge in der National-Kunst-Ausstellung aus einer Spitalfields-Seiden-Fabrik, welche von Thee, Wein und selbst vom schärfsten Essige keine Fleken erhalten sollen.

Der Herausgeber des Register of Arts hat zeither Gelegenheit gehabt, sich zu überzeugen, daß diese schwarzen Seidenzeuge nicht bloß der Einwirkung der Essigsäure, sondern auch verdünnter Mineral-Säuren und kaustischer Alkalien zu widerstehen vermögen. Diese Erfindung hat ein verständiger junger Mann, ein Ausländer, nach England gebracht, der, wie wir erwarten, dafür unseren Dank ernten wird. Er errichtet jezt eine Färberei in Spitalfields, indem er noch manches andere Geheimniß in der Färbekunst besizt.

Außerdem, daß diese Zeuge sehr schön blauschwarz sind, nimmt die Seide darin auch sehr an Gewicht zu, und die Faden werden dadurch gestrekt und feiner, wodurch das Stük Zeug während der Färbung größer wird, statt daß es, wie gewöhnlich, bei dem Färben eingeht. Wenn man ein Stük dieser Zeuge mit Pflanzen- oder Mineral-Säuren übergießt, so wird, wenn diese Säure auch lang darüber steht, nur wenig von dem Färbestoffe aufgelöst, und die Seide fühlt sich, in dem Stüke selbst, rauh und drathig an, während Stüke |342| Seidenzeuges, die auf die gewöhnliche Weise schwarz gefärbt werden, wenn man sie auf obige Art mir Säuren behandelt, eine breiartige Masse bilden.

Hr. Hemming, Lecturer on Chemistry, unterstüzte den Herausgeber des Register bei seinen Versuchen mit diesen Zeugen. Der erste Theil folgender Tabelle enthält die Resultate acht verschiedener Prüfungs-Mittel an vier verschiedenen Zeug-Mustern. Der zweite Theil zeigt die Resultate derselben Prüfungs-Mittel an Seidenzeugen, die auf die gewöhnliche Weise gefärbt wurden.

Nach dem neuen Färbungs-Processe.

Textabbildung Bd. 31, S. 342
|343|

Nach dem gewöhnlichen Färbungs-Processe.

Textabbildung Bd. 31, S. 343
Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: