Titel: Papier aus Mais (türkischem Korne).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XVIII./Miszelle 7 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031018_7

Papier aus Mais (türkischem Korne).

Hr. Cobbett, der jezt mit seinem Mais-Baue in England so sehr viel Lärmen macht, berichtet in einer Zeitung, daß ein Papiermacher zu Quildford ihm aus den Spelzen (husks) des von ihm gezogenen Mais 50 Bogen sehr schönes Papier verfertigte. Er verspricht sich unendlich viel von dieser Entdekung. Observer. Galignani Messenger. N. 4281.

(Wir übersezten hier wörtlich husks, wie nämlich die Samenhülle der Getreide-Arten heißt, mit Spelzen, zweifeln aber sehr, daß Hr. Cobbett sich hier des wahren Ausdrukes bediente. Wir vermuthen vielmehr, daß er nicht sowohl die Samenhülle des Mais, als die Scheiden bezeichnen wollte, die den Kolben umhüllen, und vielleicht auch das Mark des Kolbens selbst. Mit diesem Marke des Kolbens, in welchem die Körner liegen, das wirklich papierartig ist und auch mit den Scheiden, (die man in Tyrol, wo Mais allgemeines Korn-Surrogat ist, Flitschen nennt) wäre es in der That der Mühe werth, daß geschikte Papiermacher Versuche anstellten. Man kann auf die getrokneten Flitschen wirklich schreiben, wie auf Palmblätter.)

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