Titel: Hrn. Wilh. Dickinson's schwimmende Matrazen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 21 (S. 149–150)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_21
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Hrn. Wilh. Dickinson's schwimmende Matrazen.

Hr. Dickinson, Zinnwaaren-Händler, Bridge-Street, Southwark, der sich viel mit Proviantirung der Schiffe beschäftigt, gerieth auf die Idee, schwimmende Matrazen aus 7 Pfund Roßhaar und 5 Pfund Kork zu verfertigen. 3 1/2 Pfund Roßhaar werden eben auf dem Tuche ausgebreitet, das die Matraze bilden soll; auf dieses Roßhaar werden die 5 Pfund Kork, in Spänen von höchstens 1/8 Zoll Dike, gleichförmig und eben hingelegt, und darüber die anderen 3 1/2 Pfund Roßhaar ausgebreitet, mit dem oberen Theile der Leinwand, welche die Matraze bildet, belegt, und die Matraze sodann, wie gewöhnlich geheftet. Diese schwimmenden Matrazen ließ Hr. Dickinson am 13. August 1827 patentisiren, und das Repertory of Patent-Inventions bemerkt im December-Hefte 1828 S. 332 sehr richtig, daß diese schwimmenden Matrazen wenige Schiffbrüchige retten werden; sie werden höchstens einen schnellen und leichten Tod (ertrinken ist nicht sterben, sagt der Engländer) mit einem langsamen und martervollen Hungertode, mit der Ehre, einem Haifische als Inbiß zu dienen, oder mit Zerschmetterung aller Knochen an den Felsen, an welchen die Wogen die schwimmende Matraze anschläudern werden, vertauschen helfen. Hrn. G. Cumberland's schwimmende Matrazen, die in Nicholson's Philosophical Journal, 1810, XXVII. B. S. 134 für Seefahrer beschrieben wurden, und die aus Abfällen von Kork bestehen, scheinen der Redaktion des Repertory zwekmäßiger, und würden ehe und öfter dem beabsichtigten Zweke der Rettung entsprechen.

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