Titel: Ueber die verhältnißmäßige Menge Dampfes, welche in Gefäßen mit glänzender Metall-Oberfläche und mit schwarz angestrichener Oberfläche verdichtet wird. R. W. Fox, Vice-Präsidenten d. k. geologischen Gesellschaft zu Cornevall.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 29 (S. 151–152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_29
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Ueber die verhältnißmäßige Menge Dampfes, welche in Gefäßen mit glänzender Metall-Oberfläche und mit schwarz angestrichener Oberfläche verdichtet wird. R. W. Fox, Vice-Präsidenten d. k. geologischen Gesellschaft zu Cornevall.

Zwei kubische Gefäße von Zinn-Blech, wovon das Eine eine glänzende Oberfläche hatte und das andere mit Lampenschwarz überzogen war, wurden mit einem Dampfkessel in Verbindung gesezt. Die Verbindungs-Röhren wurden so gegen lezteren geneigt, daß alles durch Verdichtung in den Röhren entstandene Wasser in denselben zurükfließen konnte. Die Gefäße waren gleich groß und vier Zoll im Gevierte. Der Versuch wurde in einem geschlossenen Zimmer in einer Temperatur von 82° (F.) angestellt. Die mittlere Temperatur des Dampfes war 215° (F.). Das Wasser wurde durch gehörig gestellte Hähne abgezogen. Nach 72 Minuten lieferte das glänzende Gefäß 5,7, das schwarz angestrichene 10,2 Kubikzoll verdichtetes Wasser. Wenn man nun annimmt, daß Dampf bei dieser Temperatur um 1600 Mal dünner ist, als Wasser, so liefert die Verdichtung eines Quadratfußes schwarz angestrichener Oberfläche binnen 24 Stunden 489600 Kubikzoll oder 1736 Gallons Dampf, und dieselbe Oberfläche, wenn sie metallisch glänzend ist, während derselben Zeit, nur 273600 Kubikzoll oder 972 Gallons. Also verhält sich die verdichtende Kraft einer geschwärzten Oberfläche zu jener einer metallisch glänzenden, wie 1736 zu 972. Wenn der Unterschied in. der Temperatur des erhizten Körpers und jener der denselben umgebenden Luft noch größer ist, wird die Wirkung noch verhältnißmäßig vergrößert werden.

Wenn Luftströmungen Statt haben, ist es wahrscheinlich, daß die Wirkung in beiden verstärkt wird, nur daß das Verhältniß dieser Zunahme an der glänzenden Oberfläche stärker seyn wird, als an der geschwächten. (Brewester's Journal und London Journal of Arts. November. 1822. S. 408.)

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