Titel: Ueber das Anlassen des Electrums und Tutanego.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 31 (S. 152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_31

Ueber das Anlassen des Electrums und Tutanego.

Diese Metall-Compositionen fordern bei dem Anlassen eine eigene Behandlung. Sie müssen in einem Feuer aus Föhren- oder Fichtenholz, das keine Knoten haben darf, oder aus Lindenholz roth glühend gemacht werden, und langsam unter der Asche, mit welcher man sie bedekt, abkühlen.

Das Electrum ist eine neue weiße Legirung, die jezt in Mode kommt, und als Surrogat für Silber dient. Tutanego, oder Weißkupfer (Tutenague), ist eine längst bekannte Composition, die eigentlich aus China kommen sollte, die man aber in England nachmacht. Bei dem Electrum scheint Eisen, bei Tutanego Nikel zu seyn; über die übrigen Bestandtheile dieser Compositionen herrscht großes Dunkel. Electrum kostet das Pfund zu London 16 Shillings (8 fl. 48 kr.); Tutanego 8 Shill.

So unbedeutend oder kleinlich die Bemerkung zu seyn scheint, daß das Holz keine Knoten haben darf, so wichtig ist sie; denn diese Knoten geben Terpenthin, und dieser erzeugt beim Verbrennen brennzelige Holzsäure, die, wenn sie auf erhiztes Metall kommt, mächtig auf dasselbe wirkt, wie wir neulich bei den Gußeisen-Röhren sahen, die zur Ableitung der brennzeligen Holzsäure gebraucht wurden, und die durch dieselbe in eine graphitartige Masse verwandelt wurde.

Wir wissen, daß ein ausgezeichneter Ahlen-Macher zu Warrington in Lancashire seinen Stahl immer in Eschen-Feuer anließ, was er für unerläßlich zur Erhaltung eines guten Stahles ansah. (Gill technol. Reposit. Nov. 1828. S. 318.)

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