Titel: Whitlaw's Brennnessel (Urtica Whitlawî), neues Spinn-Material.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 41 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_41

Whitlaw's Brennnessel (Urtica Whitlawî), neues Spinn-Material.

Die Urtica Whitlawî wird jezt in England gebaut. Hr. Gill sah sie (technol. Repos. Novemb. 1828. S. 319) zum Schnitte reif, und nennt sie „ein großes National-Object.“ Diese Nessel wird über 6 Fuß hoch, und treibt aus einer Wurzel 8 bis 16 Stämme. Dicht gepflanzt stehen die Stängel so dicht, wie Weizenhalme. Sie liefert mehr Faserstoff, als irgend eine bisher bekannte Pflanze, und gibt die feinsten Spizen eben so schön, als sie die stärksten Seile und Ankertaue liefert. Sie liefert sechs Fuß lange Fasern; zu feinen Arbeiten wählt man indessen nur Fasern von 12 – 18 Zoll. Die Producte kann man bei Hrn. Whitlaw, 14, Finsbury-place-south sehen. (Die Hanfnessel, welcher die Urtica Whitlawî sehr nahe kommt, wurde seit undenklichen Zeiten in Asien verarbeitet, und wir nennen noch feine Gewebe Nesseltuch. Leser, die die Würde der Nessel als Spinnmaterial noch nicht kennen, verweisen |156| wir auf Böhmer's technische Geschichte der Pflanzen I. B. 543. (Es ist doch wunderbar, daß kein Buchhändler von diesem classischen Werke der deutschen Litteratur eine neue Auflage veranstaltete, während so vieles alberne unbrauchbare und erbärmliche Zeug unserer Naturphilosophen gutmüthige Verleger findet.)

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