Titel: Pferde- und Menschen-Kraft in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 50 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_50

Pferde- und Menschen-Kraft in England.

Man machte zu Sunbury eine Wette um 500 Guineen (6000 fl.), mit einem und demselben Pferde im Trotte 40 engl. (10 bayersche) Meilen in 3 Stunden zu fahren. 30 englische Meilen (7 1/2 bayers.) wurden in 2 Stunden 11 Minuten glüklich zurükgelegt; hier ließen aber die Kräfte des armen Thieres nach, das auf der Hälfte der 35igsten Meile endlich ganz erschöpft war, und zusammen fiel. – Dagegen ritt ein Gentleman aus der Gegend von Oxford auf der Straße von Banbury 95 englische Meilen (23 3/4 bayersche Post-Meilen) mit demselben Pferde in 10 Stunden 56 Minuten 15 Sekunden, und gewann folglich noch 33 Minuten 15 Sekunden bei seiner Wette, indem er wettete die 95 englischen Meilen in 11 Stunden und einer halben zu reiten. Er stieg um 5 Uhr Morgens zu Pferde. Nachdem er 60 englische Meilen zurükgelegt hatte, ruhte er mit seinem Pferde Eine Stunde und 2 Minuten lang, und sezte dann seinen Ritt getrost weiter fort, den er glüklich vollendete. Am Ende dieses in seiner Art einzigen Rittes schien weder das Pferd noch der Reiter sehr angegriffen. Das Pferd war durchaus nicht von einer besonderen Rasse; es war ein Schek, und schien nichts weniger als einer solchen Anstrengung fähig. – (Dieser Gentleman verdiente mit König Karl XII. von Schweden zu reiten, der von Bender bis Straßburg ritt, und alle seine Adjutanten bis auf einen zu Schanden ritt). (Galignani N. 4273.)

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