Titel: Ueber den Willand Canal
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XLII./Miszelle 62 (S. 159–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031042_61

Ueber den Willand Canal

findet sich ein, in historischer Hinsicht mehr als in technischer, interessanter Aufsaz in Silliman's American-Journal of Science und in Gill's technolog. Reposit. November 1828 S. 297. In technischer Hinsicht ist bloß Phelp's Vorrichtung zur Förderung der Erde aus der Tiefe merkwürdig, die übrigens nichts anderes, als die in Europa längst bekannte sogenannte Aufzugs-Maschine |160| in Alpenförsten (zu Mariazell, hinter Weißenbach im Salzkammergute73) zur Förderung des Holzes über Berge ist, wo das Gewicht des leer herabrollenden Wagens den beladenen aufwärts ziehen hilft; nur ist diese Vorrichtung hier im Kleinen angebracht, da die Erdtruhen bei dem Canalbaue keinen so großen Kraftaufwand nothwendig machen. Dieser Canal, der den Erie- und Ontario-See verbinden und den berühmten Niagara-Fall umgehen wird, ist in der That ein erstaunenswerthes Werk, das alle bisher vorhandenen Canäle in der Welt an Größe übertrifft. Weder Meilen lange Felsenwände noch Meilen lange Sümpfe vermochten den Unternehmungs-Geist der Nord-Americaner zu lähmen. 700,000 Dollars sind bereits verwendet, und einige hundert Tausende werden noch verwendet werden müssen. Es wäre der Mühe werth, Wasserbauverständige aus Europa zu Hrn. Alfred Barrett, Ingenieur zu New-York, der diesen Riesenbau leitet, in die Schule zu schiken, um dort Canal-Bau zu lernen.

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Siehe Schultes Briefe über das Salzkammergut. 1809. 2. Th.

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