Titel: Chiffer-Siegel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. LXX./Miszelle 17 (S. 234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031070_17

Chiffer-Siegel.

Das Mechanics' Magazine N. 273. 1. Nov. l. J. S. 216 beschreibt ein Siegel, mittelst dessen man in Chiffern schreiben kann. Dasselbe besteht aus 6 parallelen Reihen von 11 Löchern in einer Metallplatte von der Größe eines gewöhnlichen Siegels, in deren jedem ein Schraubenkopf mit einer eingeschnittenen geraden Linie in der Mitte desselben vorkommt. Je nachdem nun diese gerade Linie im Kopfe einer jeden Schraube senkrecht oder horizontal, oder rechts oder links aufwärts oder abwärts gestellt wird, gibt sie einen bestimmten Buchstaben, den nur der Briefsteller und der Correspondent aus der Chiffer-Karte kennt, wie in der Telegraphie, u.s.w. Der Einwurf, den man gegen dieses Siegel-Telegraph-System machen kann, ist 1stens, das Mühesame des Stellens der Schrauben; 2tens die leichte Möglichkeit des Verrükens einer Schraube beim Abdruke; 3tens die Gefahr eines unvollkommenen Abdrukes; denn, wenn die Linie im Schraubenkopfe mittelst des Schraubenstellers öfters gestellt wird, wird sie, auch wenn sie vom besten Stahle ist, rauh werden, und sich folglich nicht rein und sicher ausdruken. Wir machen hier die Freunde der Sphragistik auf ein Werk aufmerksam, das der Erfinder dieses Siegels sehr redlich anführt, auf das so wenig beachtete Werk des ersten Erfinders der Dampfmaschine, des Marquis of Worcester, in dessen Century of New-Inventions (die Ausgabe von Partington, 1825) sie manches Interessante über Siegel finden werden.

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