Titel: Vorrichtung zum Erwärmen der Oehlsamen auf Oehlmühlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. LXX./Miszelle 29 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031070_29

Vorrichtung zum Erwärmen der Oehlsamen auf Oehlmühlen.

Bekanntlich werden die Oehlsamen auf Oehlmühlen vor dem Pressen erwärmt oder vielmehr erhizt, und nicht selten sogar angebrannt, wodurch das Oehl ranzig und schlecht wird. Um die Oehlsamen ohne Gefahr des Anbrennens erhizen zu können, haben die HHrn. Cazalis und Cordier im Industriel August 1828. S. 210. ein Dampfbad vorgeschlagen. Ein Kessel aus Gußeisen ist mit einem Mantel aus derselben Masse umgeben. In den ringförmigen Zwischenraum zwischen beiden wird Dampf aus dem Dampfkessel eingelassen, und dadurch der innere Kessel, in welchem die Samen sich befinden, erhizt. Eine Röhre an der gegenüberstehenden Seite läßt den Dampf zugleich mit dem durch Verdichtung desselben gebildeten Wasser ab. Die krumme Rührschaufel, die die Samen in dem Kessel umrührt, wird auf gewöhnliche Weise in Umtrieb gesezt; sie schafft, nachdem die Samen gehörig erhizt wurden, dieselben bei einer unten an dem Kessel angebrachten Thüre, die dann geöffnet wird, heraus. Wenn der innere Kessel aus gehämmertem oder gewalztem Eisen wäre und nicht aus gegossenem, würde es vielleicht besser seyn, da gehämmertes Eisen ein besserer Wärmeleiter ist.

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