Titel: Englische Ausfuhr aus Ostindien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. CXL./Miszelle 11 (S. 470)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031140_11

Englische Ausfuhr aus Ostindien.

Ende Jäner versammelten sich mehrere Kaufleute und Fabrikanten zu Liverpool, um sich über die Maßregeln zu berathen, welche gegen das Monopol der englischen ostindischen Compagnie zu nehmen sind, die einen Status in Statu bildet, durch dessen längeren Fortbestand entweder England oder die Compagnie, oder beide zu, gleich, zu Grund gehen müssen. Man weiß auf dem festen Lande zu wenig, daß kein englischer Bürger, der nicht zur Compagnie gehört, aus einer Stadt in Indien, die der Compagnie gehört, auch nur einen Spaziergang machen darf. Weit größeren Despotismus, als jemals Spanien über seine westindischen Colonien übte, verübt die ostindische englische Compagnie über Ostindien. Die Resultate hiervon lassen sich berechnen. Im J. 1814, wo das erste Mal dem englischen Unterthane, der nicht Mitglied der ostindischen Compagnie ist, ein beschränkter und theilweiser Verkehr mit Ostindien erlaubt wurde, betrug die Ausfuhr an gedrukten Calicots nach Ostindien 604,890 Yards (Ein Yard = 3 Fuß) und 213,408 Yards an ungedrukten. Im Jahre 1827 aber 14,362,551 Yards gedrukte und 18,932,580 Yards weiße Calicots. Im Jahre 1823 wurden 121,500 Pfd. Baumwollengarn nach Ostindien ausgeführt; im Jahre 1827 aber 3,063,968 Pfd. Erst seit wenigen Jahren duldet die ostindische Compagnie den Indigo-Bau in Ostindien durch europäische Hände; und jezt schon trägt er jährlich, 2,000,000 Pfd. Sterl! (Herald Galignani N. 4336.)

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