Titel: Gelingen der Cochenill-Plantagen in Spanien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. CXL./Miszelle 7 (S. 468–469)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031140_7

Gelingen der Cochenill-Plantagen in Spanien.

Im Jahre 1827 erhielt man in Spanien bei einem ersten Versuche im Großen 14 1/2 Pfd. Cochenille. Im Jahre 1828 schon 28,123 Pfd.199) (Galignani. N. 4348.

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Darin liegt gar nichts Wunderbares; denn Cochenille vermehrt sich wie Blattläuse. Das Wunderbare aber ist, daß Europa seit mehr denn einem Jahrhunderte |469| jährlich an 10–12 Millionen Gulden nach Amerika für Cochenille sandte, ehe es auf die Idee kam, in seinen wärmeren Gegenden diese nüzlichen Thiere zu ziehen. Wenn Spanien seine amerikanischen Colonien nicht verloren hätte, so wäre es eben so wenig auf die Idee gekommen, Cochenille zu Cadiz und Malaga zu ziehen, als Frankreich, das gleiches Schiksal hatte, auf die Idee gerathen wäre, in seinen unwirthbaren nördlichen Departements Runkelrüben-Zuker zu bauen. Cochenille-Zucht wird in Sardinien, Neapel, Sicilien bald eine reiche Quelle des Einkommens dieser Länder werden.

A. d. U.

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