Titel: Ueber Frankreichs Weinbau und Weinhandel
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. CXL./Miszelle 9 (S. 469)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/mi031140_9

Ueber Frankreichs Weinbau und Weinhandel

enthält das Foreign Quarterly Review, und aus diesem das Chronicle und Galignani N. 4371 folgende Notizen. Frankreich erzeugt jährlich im Durchschnitte 40 Millionen Hektoliter oder 1,060 Millionen Gallons (Gallon = 10 Pfund): ein Werth von 800–1000 Millionen Franken (32–40 Millionen Pfund Sterling). Ungefähr 3 Millionen Menschen beschäftigen sich mit Weinbau in Frankreich. Im Departement de la Gironde, wo der köstliche Bordeaux wächst, sind, von 432,839 Menschen, 226,000 lediglich Weinbauer. Frankreich hat seine Tranksteuer erhöht; hat ausländische rohe Materialien, die seine Fabriken bedürfen, mit hohem Einfuhrs-Zoll belegt, und dadurch seinem Weinhandel so geschadet, daß Bordeaux allein, welches vor der Revolution jährlich über 100,000 Faß ausführte,

im Jahr 1820 nur 61,110 Faß 1824 nur 39,625 Faß
21 62,244 25 46,344
22 39,955 26 48,464
23 51,529 27 54,492

ausgeführt hat.

Nach Danzig, wohin sonst, 6,000 Faß gingen, gehen jezt 400–500.
Preußen 15,000 4,000
Hamburg, Lübek, Bremen 40,000 15,000
Schweden 7,000 100
Dänemark und Norwegen 5,000 1,000
Rußland 12,000 4,000

Im April d. J. 1828 lagen über 600,000 Fässer Wein zu Bordeaux ohne Nachfrage. Frankreich ergriff feindselige Maßregeln gegen Holland, um den Bleichern der bei Hofe beliebten Stadt Lille aufzuhelfen; die Holländer retorquirten mit einem Schaden für Frankreich, der 50 Mal größer ist, als der Gewinn der Bleicher zu Lille.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: