Titel: [Beale's und Porter's Patent-Heiz-Methode.]
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XCI. (S. 408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/ar032091

XCI.  Beale's und Porter's Patent-Heiz-Methode.

Mit einer Abbildung auf Tab. IX.

Wir haben von dieser Heizmethode nach dem Register of Patent Inventions N. 41, 42 im Polyt. Journ. B. XXX. S. 108. Notiz gegeben. In N. 64, den 10ten April, kommt das Register S. 244 auf diesen Gegenstand zurük, und bemerkt, daß viele Gewerbsleute sich dieser Patent-Vorrichtung mit Vortheil bedienen, zumal Apotheker, und daß das Abrauchen oder Abdampfen mittelst derselben weit sicherer und kräftiger, und mit Ersparung der Hälfte des Brenn-Materiales geschieht; daß man keine weitere und besondere Aufsicht dabei nöthig hat. Der ungeschikteste Arbeiter, der bloß ein Feuer zu unterhalten versteht, reicht hier hin.

Das Register trägt hier noch folgende Figur zur Versinnlichung dieser Vorrichtung nach.

Fig. 13. a ist die Pfanne, in welcher die Flüssigkeit verdampft wird, bb ist eine äußere Pfanne c, in welcher die Flüssigkeit enthalten ist, die hier durch punktirte Linien angedeutet wurde, und welche hier bloß aus einem modificirten Produkte der Destillation des Kohlen-Theeres besteht, welches bei 350° Fahr. Dampf gibt, d die Luftröhre, welche, im Falle daß zu ungeschikt, zu stark, geheizt würde, den Dampf entweichen läßt, der von der verhältnißmäßig kalten Oberfläche der Pfanne a nicht mehr verdichtet werden kann, e ein gewöhnlicher Ofen mit seiner Aschengrube f.

Die HHrn. Beale und Porter haben einige Apparate nach Westindien geschikt, indem es bekannt ist, daß der größte Schaden bei dem Zukersieden am Ende der Arbeit, wo der Syrup bereits bedeutend concentrirt ist, erst dadurch veranläßt wird, daß man den Syrup in der lezten Pfanne (die in der Sprache der englischen Zukersieder the stiking teach heißt) zu sehr überhizt: es entsteht nämlich vorzüglich dadurch der viele braune Syrup. Dr. Prout hat in den Annals of Philosophy erwiesen, daß der Zuker schon bei einer Hize von 400° Fahr, leidet: nun macht man aber in Westindien unter der lezten Pfanne nicht selten eine Hize von einigen 1000° (?). Als Folge hiervon erhält man wenigstens ein Drittel braunen Syrup (Melasse) und selbst der erhaltene Zuker leidet an Farbe und Geschmak.

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