Titel: Gegenwärtiger Zustand des Stahlwaaren-Handels in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. X./Miszelle 4 (S. 72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032010_4

Gegenwärtiger Zustand des Stahlwaaren-Handels in England.

So tief ist der Stahlwaaren-Handel gegenwärtig in England gesunken, daß man gute Barbiermesser das Duzend um 9 Sh. 6 Pence (5 fl. 42 kr.), selbst um 6 Sh. 6 Pence haben kann: ganz ordinäre (zum Verkaufen, nicht zum Barbieren21)); To sell, not to shave) sogar um 4 Sh. (2 fl. 24 kr.) (Herald. Galign. Messeng. N. 4350.

|72|

Man sollte nicht glauben, daß das Volk, welches die besten Stahlarbeiten auf dem Erdballe verfertigt, Messer zum Verkaufe, aber nicht zum Schneiden macht; es ist aber wirklich so. Die englischen Messerschmiede arbeiten eine Menge Waaren bloß, wie man sagt auf den Verkauf.“ Wir haben Messer in England gekauft, die, in Bezug auf Brauchbarkeit der Klinge, weit hinter dem schlechtesten bayer'schen Taschenveitl. standen, dabei aber voll Eleganz und Spielereien, und ungeachtet dessen, verhältnißmäßig wohlfeiler waren, als ein bayer. Taschenveitl. Gute Barbiermesser waren aber in England, wenigstens im J. 1824, so theuer, daß wir unter Einer Guinea (12 fl.) kein brauchbares fanden. Für ausgezeichnet gute forderte man uns 2 Guineen für das Stük. Wir waren nicht bloß bei einem Messerschmiede: alle, bei welchen wir waren, forderten diese Preise. A. d. U.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: