Titel: Der englische Nautical-Almanac.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 18 (S. 220)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_18

Der englische Nautical-Almanac.

„Wir preisen uns glüklich zu hören, daß die kräftigen Bemerkungen des Hrn. Bailly 85) und anderer über die groben Mängel des Nautical Almanac endlich die erwünschte Wirkung auf die Regierung hervorbrachten, und daß eine neue Commission (Board) aus einigen der geschikten Individuen Englands zusammengesezt werden soll, um dieses englische Werk auch dem Charakter des englischen Volkes würdig und werth zu machen. Die Ochsenpeitsche muß laut klatschen, wenn die Ochsen ziehen sollen, sagte ein Mitglied des Parliaments unter Lord Londonderry, und Hunde, Nußbäume und Minister müssen tüchtig geklopft werden, wenn man etwas von ihnen haben will.“ Mech. Mag. N. 295. 4. April 1829. S. 126.

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Wir haben diese Bemerkungen im 1sten April-Hefte S. 72 mitgetheilt. Publicität bringt immer gute Früchte. Das Lob auf Preußen wird die Sine-Curisten der Admiralität gebrannt haben. Hr. Bailly hätte mit eben dem Rechte auch Oesterreich loben können und sollen, das seine Bürge und Littrow hat, das erst kürzlich seinen v. Fallen verlor, und das seine Sternwarten zu Ofen und Wien mit besseren optischen Instrumenten von Frauenhofer versah, als England nicht hat. Es hätte auch Rußland loben können, das Frauenhofer's größtes und leztes Meisterwerk für seine kleine Universität zu Dorpat kaufte. Die Minister der nicht constitutionellen Staaten scheinen also nicht nur die parliamentarische Behandlung der Minister Englands nicht zu verdienen, sondern vielmehr jenen Dank, auf welchen die Förderer physischer Wissenschaften (der sciences exactes) zu allen Zeiten und bei allen Völkern rechnen können. Hr. Peel hat so eben die alte, und für England so höchst wichtige Lehrkanzel der praktischen Astronomie an der Universität zu Edinburgh aufgehoben.

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