Titel: Einige Versuche über die Reibung. Von Hrn. Georg Rennie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 19 (S. 220–221)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_19

Einige Versuche über die Reibung. Von Hrn. Georg Rennie.

Hr. G. Rennte hat vor der Roy. Soc. zu London eine Abhandlung über die Reibung gelesen, aus welcher sich folgende Resultate ergeben. Die Reibung von Eis auf Eis nimmt in dem Maaße ab, als das Gewicht desselben zunimmt, ohne daß jedoch eine Regelmäßigkeit in Ab- und Zunahme Statt hätte. Wenn trokenes Leder sich längs einer Gußeisen-Platte hinbewegt, so vermehrt die Größe der Oberfläche den Widerstand nur wenig. Bei faserigen Körpern, wie z.B. Tuch, wird die Reibung durch zunehmenden Druk vermindert, aber sehr stark vermehrt, wenn die Flächen eine längere Zeit über in Berührung bleiben. Sie ist, ceteris paribus, bei feineren Tüchern stärker, als bei gröberen. Zunahme der Oberfläche derselben vermehrt die Reibung gleichfalls. Was die Reibung der Hölzer auf einander betrifft, so hat hier große Verschiedenheit und Unregelmäßigkeit Statt. Im Allgemeinen ist der Widerstand bei weichem Holze größer, als bei hartem: am größten ist er bei dem gelben Fichtenholze, am geringsten am rothen Tihk (Tectona grandis). Die Reibung ist an verschiedenen Metallen gleichfalls nach ihrer Härte verschieden, und ist, unter gleichen Umständen, bei weichen Metallen größer, als bei harten. Innerhalb der Gränzen des Abschabens ist die Größe der Reibung beinahe bei allen Metallen gleich, und kann ungefähr |221| auf Ein Sechstel des Drukes geschäzt werden. Das Vermögen, welches Salben besizen um Reibung zu verhindern, ist nach der Art und nach der Flüssigkeit der Salbe verschieden. (Philos. Magaz. and Register of Arts. N. 62. S. 219.)

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