Titel: Ueber Eisen-Erzeugung in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 28 (S. 223)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_28

Ueber Eisen-Erzeugung in England.

Das Journal d. connaiss. usuell. N. 44. 1828. und aus diesem der Bulletin d. Scienc. techn. Janv. S. 84. liefert, nach Cheval. Masclef, Notizen über Eisen-Erzeugung, von welchen einige buchstäblich so sind, wie wir sie im 1. März – H. des polyt. Journales angegeben haben. Wir finden den Preis des Eisens gegenwärtig zu 9 Pfd. 10 Shill. die Tonne, d.i. den Ztnr. zu 5 fl. 4 2/3 kr.; das Pfd. also zu 3 kr., und, den Werth der Dinge nach dem Preise der Lebensmittel gerechnet, nach unserem Geldwerthe das Pfd. zu 3/6 oder 1/2 kr. Bei einem solchen Preise des Eisens können die Engländer alles aus Eisen machen. Ein Eisenwerk zu Myrthir-Tydvil (Glamorganshire) erzeugt jährlich 11,000 Tonnen Guß- und 12,000 Tonnen Stangen-Eisen. Eine Dampfmaschine von der Kraft von 50 Pferden und ein Wasserrad von 50 Fuß im Durchmesser versieht das Gebläse. An diesem Eisenwerke arbeiten 1500 bis 2000 Arbeiter, und bilden mit ihrer Familie eine Bevölkerung von 4000 Menschen in der Umgegend. Ihr jährlicher Verdienst ist zwischen 70 bis 80,000 Pfd. Sterl. (960,000 fl.) Die Eisen-Ausfuhr stieg in England vom J. 1824–1827 von 851,578 Pfd. auf 1,107,724 Pfd. in Roh-Eisen und Stahl; in verarbeitetem fiel sie von 214,000 Ztnr. auf 192,000. Da mehr englisches Roh-Eisen und weniger verarbeitetes ausgeführt wurde, so scheint die Industrie im Auslande zuzunehmen. Aus Schweden wurde für 226,526 Pfd. Sterl. Stangen-Eisen eingeführt, die Tonne zu 27–28 Pfd. Sterl.

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