Titel: Leucht-Gas aus Pech oder Harz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 31 (S. 224–225)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_31

Leucht-Gas aus Pech oder Harz.

Vor ungefähr zwei Jahren hat Hr. J. F. Daniel ein Patent auf Leucht-Gas aus Pech oder Harz genommen. (Polytechn. Journ. B. XXIV. S. 79.) Hr. Martineau hat an der London-Institution einen Gas-Apparat nach diesem Systeme errichtet und das Resultat war: „daß Leucht-Gas, aus Harz (Colophonium) bereitet, ein schöneres, reineres und wohlfeileres Licht gibt, als wenn es aus Steinkohlen oder aus Thran bereitet wird. Die Gaslampen an der London-Institution brauchen täglich ungefähr 1000 Kubik-Fuß Leucht-Gas. Diese nicht unbedeutende Menge erhält man nun durch trokene Destillation von 100 Pf. des gemeinen |225| schlechten braunen Peches, das nicht mehr als 6 Shill., (3 fl. 36 kr.) kostet. Zehn Pfund Terpenthin-Oehl werden obigen 100 Pf. Pech zugesezt, um dasselbe leichter zum Schmelzen zu bringen: die Kosten werden aber dadurch nicht erhöht, indem man diese Menge Terpenthin-Oehles eine lange Zeit über zu wiederholten Malen brauchen kann. Die Intensität des Lichtes (Beleuchtungskraft) des Pech-Gases verhält sich zu jener des Kohlen-Gases wie 2 1/2: 1. In Hinsicht auf Reinheit des Lichtes läßt es nichts zu wünschen übrig. (Mech. Mag. a. a. O.) Man vergl. hiemit den Aufsaz von Guilbaud im polytechn. Journ. Bd. XXX. S. 193.

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