Titel: Wohlfeiles Mittel zum Merken der Wäsche.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 32 (S. 225)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_32

Wohlfeiles Mittel zum Merken der Wäsche.

Das Journal d. Connaiss. usuell. empfiehlt in N. 43. 1828. p. 20. (Bulletin d. Sc. technol. Janv. 1829. S. 32.) Statt der theueren Höllenstein-Auflösung das sogenannte mineralische Chamäleon, welches auf folgende Weise bereitet wird.

Man glüht in einem Tiegel Einen Theil gepulverten Braunstein mit zwei Theilen Salpeter, oder auch nur mit gemeiner Pottasche, und bewahrt den erhaltenen Rükstand, der sich im Wasser zersezen würde, in einer trokenen, wohl verschlossenen Flasche. Zur Anwendung pülvert man denselben, mengt ihn mit eben so viel Pfeifenthon (dem Volumen nach), und rührt die Mischung mit so viel Wasser an, als nöthig ist einen Brei zu bilden, den man dann entweder mittelst eines Siegels, oder mit einer metallnen Patrone, wie die Kartenmahler, oder mit einer Feder auf die Wäsche aufträgt. Der grünliche Brei, den man auf diese Weise auf die Wäsche aufgetragen hat, wird augenbliklich auf derselben braun, und läßt das Zeichen oder die Schrift braun zurük. Diese braune Farbe widersteht der Seife, der stärksten Lauge, und selbst schwachen Säuren; man könnte sie auch zum Calicot-Druke anwenden. (Dieß geschieht bereits. D.)

Dieses Verfahren gründet sich auf die Reduktion der Mangan-Säure durch organische Körper: die Mangan-Säure wird, so wie sie organische Körper berührt, zum braunen Oxyde. Man darf also das Pulver vor seiner Anwendung mit keinem organischen Körper in Berührung bringen; darf den Teig nicht ehe anrühren, als bis man denselben braucht. Das Präparat muß auch vor Staub bewahrt werden, der es zersezen würde.

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