Titel: Erdäpfel-Bier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. XLII./Miszelle 40 (S. 231)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032042_40

Erdäpfel-Bier.

Nicht genug, daß Hr. Pf. Lampadius uns mit einem Erdäpfel-Weine aus Erdäpfel-Syrup beglükte, Hr. Dr. Hare beschenkt uns jezt auch mit Erdäpfel-Bier. Hr. Dr. Hare schloß von der Aehnlichkeit des Zukerstoffes in den Erdäpfeln mit dem Zukerstoffe im Malze, daß man auch aus Erdäpfeln eine Würze müsse sieden können, und sott eine solche von 1060 Sp. Schw. mit einer verhältnißmäßigen Menge Hopfens zwei Stunden lang. Er ließ sie bis auf 56° (F) abkühlen und sezte dann Hefen zu. Die Gährung ging auf die gewöhnliche Weise, wie bei dem Malze von Statten. Man hielt die Würze an einem warmen Orte unter 85° F. Die aufsteigenden Hefen wurden mit einem Löffel abgenommen. Durch Abkühlung sezte sich noch ein Theil Hefen zu Boden, und die abgezogene Flüssigkeit war so ziemlich, schönes (!) neues Bier, dem Geschmake nach ganz dem Weizenbiere (Ale) ähnlich. Nach Dr. Hare's Berechnung geben fünf Bushel Erdäpfel so viel Würze, als 3 Bushel Malz: der Rükstand ist Viehfutter., und als solches eben so viel werth, als die Hälfte des Preises der Erdäpfel. Vergl. Mech. Mag. N. 295. S. 127.90)

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Das Mech. Mag. sagt uns nicht, ob dieser Dr. Hare der Prof. Hare in Amerika ist, und gibt überhaupt keine Quelle für diese seine Miscelle.

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