Titel: Weinbau in Mexico.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. CIII./Miszelle 30 (S. 457–458)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032103_30
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Weinbau in Mexico.

„Der botanische Garten zu Genf besizt eine Sammlung von 600 Rebensorten. Hr. Alaman, einer der reichsten Güterbesizer in der Republik Mexico, erhielt im November 1827 einige der ausgezeichneteren Sorten aus dieser schönen Sammlung, und pflanzte sie um Guanaxuato. Sie gediehen trefflich, und die Trauben reiften zu derselben Zeit, wie in Europa. Die katholischen Spanier verboten unter schweren Strafen den Weinbau in Mexico, nicht um Mahomeds weisen! Grundsatze der Nüchternheit zu huldigen, sondern um die Amerikaner mit spanischen Weinen zu berauschen. Nun haben die Calviner zu Genf die ehemaligen Opfer der h. Inquisition mit der ersten Rebe versehen. „Solche Ereignisse erweisen,“ sagt die Bibliot. ital. Marzo S. 404. „handgreiflich, daß botanische Gärten, nicht, wie die meisten gnädigen Herren glauben, bloß für Medicin oder für eine tobte Wissenschaft bestimmt sind, sondern wirklich wahren und großen, oft nicht zu berechnenden, Nuzen für Länder und Völker, ja für ganze Welttheile gewähren189).“

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Die kleine calvinische Republik, Genf, eine der winzigsten Republiken auf dem Erdballe, verwendet jährlich, wie wir genau wissen, mehr auf ihm botanischen Garten, als in einem katholischen Königreiche, das 3. Universitäten und eine Akademie hat, nicht auf alle diese drei botanische Garten zusammengenommen verwendet wird. A. d. U.

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