Titel: Die Weinberln oder Korinthen nach Corsika verpflanzt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. CIII./Miszelle 31 (S. 458)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032103_31

Die Weinberln oder Korinthen nach Corsika verpflanzt.

„Der Minister des Innern von Frankreich hat dem Präfekten von Corsika angedeutet, daß Er aus Morea Reben von jener Traubensorte erhielt, die unter dem Namen Weinberln oder Korinthen (raisins Corinthe) allgemein bekannt sind, und daß er 1000 Stüke derselben haben kann. Eine Baumschule wird daher alsogleich angelegt werden, indem man erwarten kann, daß sie in Corsika gut gedeihen werden.“ (Galignani N. 4405.) (Ein wiziger Kopf bemerkte sehr richtig, daß, wenn Frankreich durch seine Expedition nach Morea auch nur die Weinberln erobert hatte, es die Eibeben füglich anderen überlassen könnte, denn der Handel mit diesen Weinberln sezt jährlich über 12 Millionen in Umlauf. Es läßt sich nur durch die Unwissenheit, die in Italien, in Spanien und Portugal erkünstelt wird, und durch den hierarchischen Druk, mit welchem man dem Gedeihen der Naturgeschichte in solchen Ländern entgegenarbeitet, erklären, wie es möglich war, so viele Jahre lang die Weinberln lieber den Türken abzukaufen, als sie selbst zu ziehen.)

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