Titel: Ueber einen einfachen und wohlfeilen Krahn oder Aufzug.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 32, Nr. CIII./Miszelle 7 (S. 450)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj032/mi032103_7

Ueber einen einfachen und wohlfeilen Krahn oder Aufzug.

Hr. Gill beschreibt im techn. and micr. Repos., April, S. 253, eine Maschine zum Aufziehen der Waaren in einem Waarenhause von mehreren Stokwerken, die große Ähnlichkeit mit dem Rade zum Aufziehen der Gaukeleien in Schauspiel-Häusern hat, und von welcher er glaubt, daß sie häufiger angewendet werden konnte. Diese Maschine besteht aus einem hölzernen Rade von 6 Fuß im Durchmesser, dessen Umfang in gleichen Entfernungen mit einer Anzahl gabelförmiger Eisen in der Form eines Y beschlagen ist. Zwischen diesen Gabeln lief rings um das Rad ein Seil ohne Ende von dem obersten Stokwerke bis in das unterste hinab, und der Boden aller Stokwerke war dort, wo die Seile durchliefen, offen, so daß man in jedem zu dem Seile gelangen und an demselben ziehen konnte. Die Waaren selbst wurden mittelst eines Seiles oder einer Kette aufgezogen, die oben über eine, an der Achse des Rades befestigte, Trommel lief, und sich auf derselben aufwand, während die Waaren an dem unteren Ende derselben angehängt wurden.182)

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So wünschenswerth die Verbesserung der großen Krahne ist, die jährlich so viele Menschenleben kosten, eben so wünschenswert!) ist es auch, daß die gewöhnlichen Winden an den sogenannten Aufzügen eine Verbesserung erhielten, wenigstens nie ohne Sperrrad gebraucht werden dürften. Es ist unglaublich, wie viele Unglüksfalle jährlich durch diese Winden entstehen, und wie viele starke Männer dadurch jährlich zu Krüppeln oder gar zu Leichen werden. A. d. U.

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