Titel: Gros und Gessionne, über Lithographische Zeichnungen.
Autor: Gros,
Gessionne,
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LXXI. (S. 306)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/ar033071

LXXI. Lithographische Zeichnungen auf Souvenirs, Säke, Taschen etc. aufzutragen, worauf die HHrn. Gros und Gessionne zu Paris sich am 9. April 1822 ein Brevet auf fünf Jahre ertheilen ließen.

Aus der Description des Machines et Procédés spécifiés dans les Brevets par M. Christian, 1828. S. 15. (Auch im Repertory of Patent-Inventions. Juni 1829. S. 376.)

Dieses Verfahren besteht darin, daß man irgend ein lakirtes oder marrokinirtes Schaf- oder Kalbfell nimmt, so wie es im Handel vorkommt, ohne alle weitere Zubereitung, und aus demselben Stüke von der gehörigen Größe für den Artikel, den man verfertigen will, ausschneidet. Auf jedes dieser einzelnen Stüke lithographirt, malt oder sticht man irgend eine beliebige Zeichnung, die man, nach Belieben, entweder schwarz läßt, oder später illuminirt.

Wenn Blumen oder Landschaften gemalen oder wenn Steindrüke oder Kupferstiche darauf illuminirt werden sollen, so bedient man sich mineralischer oder vegetabilischer Farben, die man mit Terpenthingeist oder anderen wesentlichen Oehlen oder mit Wasser abreibt, und dann mit Weingeist-Firniß überzieht, den man bei mäßigem Feuer oder in der Sonne troken werden läßt. Mittelst dieses Firnisses wird das Gemälde geschüzt, gegen das Verwischen gesichert sehr fest und undurchdringlich. (!)150)

[Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.] |306|

Man hat in Frankreich, und auch in Deutschland, längst auf Leder gedrukt und gemalt. Wie konnte man also ein Privilegium auf dieses längst bekannte Verfahren ertheilen, das überdieß hier ganz mystich beschrieben ist. Was soll das heißen: „man lithographirt oder sticht auf Saffian?“ Wozu wäre dieß, wenn es auch möglich wäre? Es soll heißen: man drukt Kupfer- oder Steinplatten auf Saffian ab.

A. d. Ue.

Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.
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