Titel: Zunahme des Umfanges des Guß-Eisens durch wiederholtes Heizen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. XXIV./Miszelle 14 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033024_14

Zunahme des Umfanges des Guß-Eisens durch wiederholtes Heizen.

Hr. Prinsep entdekte zufällig bei seinen Versuchen über höhere Temperaturen, daß Gußeisen durch wiederholtes Hizen eine bleibende Zunahme seines Umfanges erhält. Er fand daß eine Retorte, die bei 80° F. 9,13 Kubikzoll Queksilber faßte,

nach dem ersten Feuer 9,64 Kubikzoll,
nach drei Feuern 10,16 –

hielt. Was noch mehr sonderbar ist, ist der Umstand, daß die Zunahme des Umfanges der Retorte die Ausdehnung übertrift, die von der Temperatur abhängt, welcher die Retorte ausgesezt war. Denn da Eisen bei 180° Fahrenh. sich um 0,0105 ausdehnt, so müßte die Zunahme des Umfanges bei 10 Kubikzoll 0,105 × 3 = 0,315 eine Temperatur von 1800° Fahrenh., die Schmelzhize des Silbers, fordern. Die Ausdehnung des Guß-Eisens ist also nicht gleichförmig; ein Resultat, das die HHrn. Dulong und Petit früher erhielten. (Edinb. Journ. of Science. Register of Arts. N. 67. S. 302. (Diese Beobachtung ist auch wichtig bei Dampfkesseln. Erst vor Kurzem sprang ein Dampfkessel auf den Eisenstrekwerken, Union Rolling Mill, zu Pittsburgh, und flog, unter einem Winkel von 45° mit dem Horizont, in einem wunderschönen Bogen 200 Yards (100 Klafter) weit in den nahe dabei befindlichen Fluß, wo er, bei einem Haare, in das eben auf diesem Flusse fahrende Dampfboth, Uncle Sam, gefahren wäre. Mech. Mag. N. 300. 9ten Mai.)

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