Titel: Verbesserte Hähne für Dampfmaschinen. Von Hrn. Louvrier Gaspart.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LI./Miszelle 11 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033051_11

Verbesserte Hähne für Dampfmaschinen. Von Hrn. Louvrier Gaspart.

Der Industriel bringt im August-Hefte 1828 S. 211. (der Bulletin de Sc. techn. im Januar l. J. S. 67.) folgende Verbesserung des Herrn Gaspart an den Hähnen der Dampfmaschinen, welche, sie mögen auch noch so sorgfältig gearbeitet seyn, bei starkem Druk immer Dampf entweichen lassen, und, bei der Form, die man ihnen bisher gab, immer entweichen lassen müssen. Hr. Gaspart dachte eine solche Form der Hahne aus, daß der Dampf, in dem er über die Schraube des Hahnes hinzieht, Statt dieselbe loker zu machen, sie vielmehr kräftig gegen den Stiefel derselben andrükt, so daß nichts entweichen kann.

Die neue von Hrn. Gaspart für den Stiefel und für die Schraube des Hahnes vorgeschlagene Form ist die eines abgestuzten Kegels, dessen dünneres Ende oben ist. Die Schraube ist in ihrer Mitte, bis in eine gewisse Entfernung von der Spize mit einem ähnlichen Loche durchbohrt, und da sie den Dampf mit ihrer Basis aufnimmt, so drükt dieser Dampf, der von unten nach aufwärts wirkt, im Verhältnisse zur Stärke seiner Elasticität von unten nach oben, und drükt in eben diesem Verhältnisse die äußere Wand der Schraube an die innere des Stiefels. Lezterer ist, um dem Dämpfe Ausweg zu geben, mit einer Dille versehen. Der Dampf tritt in diese Dille durch ein Auge oder durch eine kreisförmige Oeffnung, die in der Dike der Schraube angebracht ist. Leztere wird entweder mittelst einer Stange, oder durch eine Kurbel gedreht, die man durch ein Loch am Scheitel der Schraube stekt. Man kann diese Anlaß-Dillen an diesem neuen Hahne vervielfältigen, ohne daß deßwegen der Hahn minder genau sperrte; nur muß dafür gesorgt werden, daß der Dampf immer von unten oder von dem breiten Theile der Schraube komme.

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