Titel: Organisation des Schleichhandels mit Seidenwaaren nach England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LX./Miszelle 2 (S. 244–245)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033060_2

Organisation des Schleichhandels mit Seidenwaaren nach England.

Es ist, nach Lyoner Rechnungen, gewiß, daß gegenwärtig für 25 Millionen Franken Seidenstoffe aus dieser Stadt allein nach England gehen, seit der Einfuhrzoll in England herabgesezt wurde. Der französische Kaufmann und Fabrikant sendet feine Waare nach Calais oder Boulogne, und wagt keine Gefahr des Schwärzens: der englische Schiffer aber wagt sie. Er deponier den Werth der Waare, und bedingt sich bloß seine Fracht und seine per Cents, wenn er die Empfangscheine über die richtige Ablieferung der Waare bringt. Er kann dieß; denn es gibt Assecuranz-Compagnien, die, für 15 p. C., jeden geschwärzten Seiden-Transport assecuriren. Hätte Hr. Huskisson es mit seinem Aufheben des Einfuhr-Verbotes ehrlich gemeint, so hätte er bloß den Zoll von 30 p. C., den er |245| jezt noch annahm, auf 15 p. C. herabsezen sollen; dann wäre keine Assecuranz des Schwärzens mehr möglich. Warum läßt er kein Paar Schuhe in England einführen (das Duzend Frauenzimmer-Schuhe zahlt 1 Pfd. 40 Sh. (18 fl.) Mauth), wohl aber für 35 Millionen Seidenwaaren? (Courier. Galignani N. 4437.)

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