Titel: Sieden des Hanfes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LX./Miszelle 22 (S. 250)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033060_22

Sieden des Hanfes.

Hr. Robiquet bemerkte in der Sizung der Société de Pharmacie, daß ein Apotheker zu Straßburg vor einigen Jahren den Hanf, Statt ihn zu rösten, der Einwirkung der siedenden Wasserdämpfe aussezte; daß dadurch das Oberhäutchen leicht weg ging, und die Fasern sich gut lösten. Hr. Caventou schlug bei dieser Gelegenheit vor, das zu thun, was man schon vor Jahrtausenden hätte thun können, wenn man klug gewesen wäre; nämlich zu sehen: was denn eigentlich die Hanfrinde für ein Ding ist; woraus sie besteht? Wenn man nicht weiß, sagt er, was sie eigentlich ist, wird man immer im Finstern tappen, so oft man von ihr oder über sie spricht. Analyse kann allein uns belehren. Man muß vor Allem sehen, was an einer Sache ist. Die übrigen Herren Collegen sind am Ende mit dieser natürlichsten Meinung von der Welt natürlich einverstanden, und bemerken, jeder von seiner Seite, daß an dem Hanfe etwas ist, was man noch nicht genau kennt, und was sich selbst durch mehrere Bleichen nicht wegschaffen läßt, und zuweilen noch in der Bütte des Papier-Machers der Hanffaser anklebt. Journal de Pharmacie. Mai. N. 5. S. 244.

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