Titel: Pech als Brenn-Material.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LXXVII./Miszelle 14 (S. 326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033077_14

Pech als Brenn-Material.

Ein Hr. M. Dr. Thom. Dyott, zu Philadelphia, ließ sich ein Patent auf eine verbesserte Methode Glas zu schmelzen, und Rich. Wood ein Patent zur Heizung der Oefen zum Brotbaken und zum Baken überhaupt, so wie auch zur Heizung der Kessel der Hutmacher ertheilen: beide am 10. Octbr. 1828. Die ganze Patent-Erklärung besteht in Folgendem: „Man bricht das Pech in kleine Stüke und zündet am Eingange der Züge so viel davon an, als nöthig ist. Die Züge am Ofen sind so angebracht, daß sie an den Seiten und über die Deke desselben hinlaufen, so wie an den Seiten und unten an den Kesseln der Hutmacher. Von Zeit zu Zeit sezt man noch so viel zu als nöthig ist.“ Das Franklin-Journal, welches im December-Hefte. 1828. S. 304. beide Patente mit obigen Worten mittheilt, bemerkt: „es läßt sich vermuthen, daß Hr. Wood seine Idee, Harz als Brenn-Material zu benüzen, von Drs. Dyott Glas-Oefen erhielt, dessen Heizungs-Methode zu Philadelphia bekannt war. Obschon die Patente an demselben Tage ertheilt wurden, wurde doch jenes des Drs. Dyott früher ausgefertigt, als jenes des Hrn. Wood. Die Zweke, zu welchen jeder der beiden Patent-Träger die Heizung mit Pech benüzen will, sind wesentlich verschieden, und wurden daher nicht als Anwendungen betrachtet, die sich wechselseitig hindern können. Beide Patent-Träger können ihre Ansprüche auf Harz-Heizung behaupten; sie müssen sich aber nothwendig auf die von ihnen bestimmt ausgesprochene Anwendung beschränken.“ (Wenn nun ein Dritter kommt, der seinen Bleich-Kessel mit Pech heizen will, und ein Vierter, der seinen Farbe-Kessel eben damit heizen will, u.s.f., wird man nicht, nach obigem Grundsaze, nach welchem man dem Dr. D. ein Patent gab, und dem Hrn. W., auch einem jeden dieser lezteren ein Patent ertheilen müssen? Wohin muß eine solche Patent-Maxime am Ende führen?)

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