Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ueber das chinesische Reiß-Papier,welches jährlich in großer Menge theils zu künstlichen Blumen, theils zu anderen Zweken eingeführt und verwendet wird, hat Hr. Joh. Reeves, Esqu., zu Canton, der Society for the Encouragement of Arts, (Bd. XLVI.) folgende Notiz mitgetheilt, aus welcher erhellt, daß dieses Reiß-Papier nicht aus Reiß verfertigt wird und kein Kunstproduct ist, sondern ein reines vegetabilisches Product, das bloß spiralförmig geschnitten, und dann gepreßt wird. Hr. Gibes bemerkt, daß er nach mikroskopischen Beobachtungen das sogenannte Reiß-Papier immer für ein dem Hohlunder-Marke ähnliches vegetabilisches Product hielt. Es scheint ihm, daß die Hervorragungen an der Kupferplatte nicht bloß als Leiter für die Aeste, zum Festhalten derselben, sondern auch zur Regulirung der Dike der Schnitte dienen, indem das Messer oben auf denselben liegt, während es hin und her gezogen wird. Er meint, daß man auch aus unserem Hohlunder solches Papier schneiden könne, wenn man es in der Folge preßt, und daß es eben so gut gefärbt werden kann. Man hat in England bereits sehr schöne Figuren aus Hohlunder-Mark zu elektrischen Versuchen geschnitten, und wird auch bald Blätter daraus schneiden156). |332|
Dem Uebersezer scheint diese ganze Notiz, wie so viele andere Notizen über chinesische Industrie, sehr dunkel. A. d. Ue. |
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