Titel: Ueber Florentiner Hüte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. LXXVII./Miszelle 35 (S. 332)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033077_35

Ueber Florentiner Hüte.

Lady Harriet Bernard schreibt aus ihrem Schlosse, Castle Bernard, Ireland, 19. Oct. 1827 an den Sekretär der Society for the Encouragement of Arts, Manufactures and Comerce, Hrn. Aikin (Transactions of the Soc. etc. XLVI. Bd.), daß sie einige Verbesserungen in der Zubereitung des Roken-Strohes zu Florentiner Hüten an der unter ihrem Schuze stehenden Mädchen-Schule gemacht hat. Sie läßt den Roken nicht ausziehen, während der Halm noch grün ist und das Korn in der Milch steht, sondern erst wenn er beinahe reif geworden ist, ungefähr 10 Tage vor dem Schnitte oder vor der vollen Reife: auf diese Weise erhält das Stroh eine schönere Farbe und einen schöneren Glanz. Das Abbrühen wird durch ein bloßes Troknen an Luft und Sonne ersezt, wodurch der Glanz des Strohes nicht im Mindesten leidet, und die daraus geflochtenen Hüte dann wirklich wie neue Hüte aussehen, während die Hüte aus abgebrühtem Strohe aussehen, als ob sie bereits gewaschen worden wären. Stroh, das beinahe in voller Reife geschnitten wurde, bleicht sich weit leichter an der Sonne, als grün geschnittenes: ein Umstand, der für den irländischen Fabrikanten wichtig seyn muß. (Gill. techn. and microscop. Repository. Jun. 1829. S. 381.)

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