Titel: Ueber des sel. Jakob Taylor Queksilber-Ruderboth.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. XCIV./Miszelle 10 (S. 402)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033094_10

Ueber des sel. Jakob Taylor Queksilber-Ruderboth.

Das Mechanics Magazine streut in Nro. 308. 4. Julius S. 332 eine Blume auf das Grab des hochverdienten Jakob Taylor, der zuerst Hrn. Miller zu Dalswinton die Dampfmaschine zum Treiben der Bothe anwenden lehrte. Bekanntlich war dieser Hr. Miller, wie wir im Polytechn. Journ. B. XXV. S. 437. zeigten, der Erste, der im J. 1789 auf dem Caledonian-Canal mit einem Dampfbothe fuhr. Fulton sah dieses Both in Bruce Hafen, zeichnete es, und vollendete diese wichtige Erfindung, die in England unbeachtet blieb, in dem heutigen Dampfbothe.

Taylor hatte aber noch eine andere Idee. Er wollte Bothe mit Queksilber treiben. Dr. Stirling, Capt. Pottinger, Hr. Job Rider wendeten Queksilber zu demselben Ende an, theils dasselbe verdünnend und verdichtend durch abwechselnde Hize und Kälte, um leeren Raum zu gewinnen, theils durch Benüzung der Archimed'schen Schraube: ihre Versuche mißlangen. Hr. Taylor fuhr aber wirklich in einem Bothe, das er mit Queksilber trieb. Seine Familie besizt noch das Modell dieses Bothes. Hr. Taylor bediente sich einer horizontalen Windmühle, die er auf dem Verdeke des Bothes anbrachte, und mittelst derselben ließ er zwei Queksilber-Säulen gegen die Atmosphäre wirken, wodurch er eine Kraft erhielt, die eben so regelmäßig und kräftig wirkte, als der Dampf. Es wäre zu wünschen, daß Taylor's Modell bekannt gemacht würde.

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