Titel: G. Johnson Young's Maschine zur leichteren Bewegung der Schiffs- und Ankerwinden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. XCIV./Miszelle 6 (S. 400–401)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033094_6

G. Johnson Young's Maschine zur leichteren Bewegung der Schiffs- und Ankerwinden.

Hr. G. Johnson Young, Eisengießer zu Newcastle-upon-Tyne, ließ sich am 21. Juni 1828 ein Patent auf eine Maschine ertheilen, durch welche Schiffs- und Ankerwinden leichter getrieben werden können. Das Repertory of Patent-Inventions theilt im Julius-Hefte S. 414. eine Anzeige dieses Patentes ohne Abbildung mit, so daß die Einrichtung dieser Maschine nicht klar wird. Es scheint nur so viel aus dieser Anzeige hervorzugehen, daß die Weise, wie hier die Kraft verstärkt wird, der Theorie nach der Vorrichtung ähnlich ist, auf welche Capitän Kent vor 1827 sich ein Patent ertheilen ließ, welches im Repertory of Patent-Inventions, VII. Bd. S. 115. angeführt ist; nur daß hier Ketten-Bänder Statt der in einander greifenden Räder an Kent's Vorrichtung angebracht sind.

Was nun diese Ketten-Bänder zur Verbindung der Zähne an Rädern in ihrer Umdrehung betrifft, so hat Vaucanson dieselben zuerst angewendet, aber nur dort, wo die Kraft so gering war, daß bloßer Drath zur Bildung der Kettenglieder hinreichen konnte. „Die Anwendung einer Kette zum Drehen großer Maschinen bei mächtigem Widerstande,“ sagt das Repertory, „wäre demnach |401| neu182). Der Patent-Träger behauptet, daß die Zähne an Rädern, welche mittelst eines Kettenbandes unter einander verbunden sind, weit weniger in Gefahr sind, bei starken Stößen des Schiffes in einer stürmenden See zu brechen, als die Zähne der Räder, die in einander eingreifen. Wir wollen dieß glauben, weil die Gewalt hier durch die Kette auf mehrere Zähne vertheilt wird. Der Patent-Träger muß aber erst beweisen, daß die Glieder der Kette selbst weniger in Gefahr sind zu brechen, als die Zähne der Räder; denn sonst ist kein Grund für die neue Auslage auf die Kette. Wir sehen auch keinen Grund für den angegebenen Bau der Zähne, indem die Kette über die halbcylindrischen Zwischenräume zwischen denselben leicht weggleiten, und weniger fest in die Zähne eingreifen wird, als bei dem gewöhnlichen Baue derselben.“

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Der Uebersezer erinnert sich jedoch, dieselbe in Deutschland an einem sehr alten Ziehebrunnen angebracht gesehen zu haben.

A. d. Ue.

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