Titel: Grisenthwaite's Patent auf die Bereitung von schwefelsaurer Bittererde (Bittersalz).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1829, Band 33, Nr. CXIV./Miszelle 11 (S. 482)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj033/mi033114_10

Grisenthwaite's Patent auf die Bereitung von schwefelsaurer Bittererde (Bittersalz).

William Grisenthwaite, Esq. zu Nottingham, ließ sich am 11. August 1828 ein Patent auf eine neue Methode ertheilen, schwefelsaure Bittererde zu bereiten. Das Repertory of Patent-Inventions theilt im September-Hefte 1829. S. 534. die Patenterklärung mit, welche in wenigen Zeilen besteht und wörtlich folgendermaßen lautet:

„Ich vermische Bittererde, schwefelsauren Kalk (für welchen ich auch Gips anwende) und Kohlensäure mit einander: ich erhalte die Bittererde aus dem Seewasser durch Fällen mit alkalischen oder erdigen Substanzen oder aus Dolomit; die schwefelsaure Bittererde bereite ich aus der (erwähnten) Mischung durch Auflösen, Abdampfen und Krystallisiren, nach dem gewöhnlichen Verfahren der Chemiker.“

Mit Recht bemerkt das Repertory, daß man nach diesem Verfahren unmöglich schwefelsaure Bittererde erhalten kann, indem der Gips durch Bittererde nicht zersezt wird und daß man nicht einsieht, wozu die Kohlensäure bei diesem Prozesse dienen soll; wenn der Patentträger eine Methode kennt, heißt es daselbst, wodurch die gewöhnliche Ordnung der chemischen Verwandtschaften mit Nuzen zu obigem Zweke umgekehrt werden kann, so hat er darüber nicht das Geringste bemerkt, so daß die Patentkosten für ihn unwiderbringlich verloren sind.

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