Titel: [Verbesserungen an Dampfkesseln und Dampfwagen.]
Autor: Viney, James
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. XLIII. (S. 161–162)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/ar037043

XLIII. Verbesserungen an Dampfkesseln und Dampfwagen, worauf Jak. Viney in Piccadilly, Oberst der Artillerie, sich am 2. November 1829 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Junius 1830. S. 15.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Das Repertory of Patent-Inventions hat von diesem Dampfkessel im Juniushefte S. 336 eine unvollständige Notiz ohne Abbildung gegeben.

Das Register of Arts beschreibt diesen Kessel als eine Reihe von Röhren mit verschiedenem Durchmesser, welche so in einander steken, daß ringförmige Zwischenräume zwischen denselben zum Vorscheine kommen. Die Röhren sind etwas kegelförmig und so gestellt, daß sie abwechselnd mit ihren weiteren und engeren Enden nach aufwärts gekehrt sind. Diejenigen Räume, welche sich nach aufwärts verengen, und in Fig. 14. im Durchschnitte dargestellt und mit aaa bezeichnet sind, sind an beiden Enden offen, und dienen als Züge zum Durchgange für die Flammen und den Rauch etc. einer Lampe, b, die an dem unteren Theile des Apparates angebracht ist, und diejenigen Räume, welche sich nach oben erweitern, sind an beiden Enden geschlossen und enthalten Wasser und Dampf. Eine Verbindung, d, ist zum Durchgange des Dampfes aus einem Raume in den anderen angebracht, und eine andere Verbindung, e, dient zum Durchgange des Wassers aus einem Raum in den anderen, f ist eine Röhre, durch welche der Kessel sein Wasser erhält. Der Dampf steigt in dem äußersten ringförmigen Raum von dem oberen Theile des Kessels zu der Dampfröhre, g, herab, welche mit der Maschine in Verbindung steht. Der Oehlbehälter der Lampe wird durch das trichterförmige Gefäß, h, mit Oehl versehen.

Wir haben nur eine Reihe von Röhren hier beschrieben, die der Patent-Träger anwendet, wo große Kraft erfordert wird, und hier sind die Röhren in einen Kreis gestellt, oder in jede andere Form, die der Dampfwagen fordert, welchen er dadurch treiben will.

Der Vortheil dieser Vorrichtung soll in der Größe der dem Feuer ausgesezten Flache und in der Leichtigkeit des ganzen Apparates bestehen, indem die Lampe leichter und kleiner als ein Ofen, und Oehl leichter als jedes andere Brennmaterial ist. Indessen ist es einleuchtend |162| daß dieser Kessel nicht die Starke eines Röhrenkessels besizt, und daß er mehr als Cylinderkessel, denn als Röhrenkessel zu betrachten ist.

Hr. Oberst Viney nimmt das Recht, Gebläse und Abscheider (Separators) wegzulassen, als sein Patent-Recht in Anspruch!

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