Titel: Rasches Fortschreiten der Kultur in Nordamerika.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. XXII./Miszelle 12 (S. 68)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037022_12
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Rasches Fortschreiten der Kultur in Nordamerika.

Als das Project eines Canales zwischen dem Erie und Hudsonsec das erste Mal von dem Richter Forman dem großen Jefferson (damaligen Präsidenten der V. Staaten) vorgelegt wurde, sagte dieser. „In der That ein schöner Vorschlag; er kann vielleicht in hundert Jahren mit großem Nuzen ausgeführt werden. Sie sprechen mir ja von einem 250 (engl.) Meilen langen Canale durch eine Wüste! Es gränzt nahe an Narrheit, jezt schon an so etwas zu denken.“ Dieß war im J. 1809, und Jefferson erlebte noch die Eröffnung dieses Canales. Die Wüste von welcher er sprach, ist in kurzer Zeit der herrlichste Schauplaz menschlichen Fleißes in der Welt geworden. Der sel. Jefferson soll später gegen Jemanden geäußert haben: „Ich habe einmal gesagt, daß das Project zu diesem Canale um ein Jahrhundert zu frühe kam; nun sehe ich aber ein, daß ich um ein Jahrhundert zu spät in meiner Rechnung gekommen bin, nach welcher ich die Fortschritte des menschlichen Geistes in unserem Lande berechnete. Es scheint, ich habe mich damals vergriffen, und die europäische Elle, Statt der nordamerikanischen, als Maßstab genommen.“ Als der Act des Congresses, welcher die Errichtung dieses Canales sanctionirte, durchging, schäzte man die Last der Güter, die in den ersten Jahren auf diesem Canale gefahren werden würde, auf 200,000 Tonnen. Allein, schon im ersten Jahre der Oeffnung dieses Canales betrug sie 600,000 Tonnen. Vergl. Mechanics' Mag. N. 352. 8. Mai. 1830. S. 160.

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