Titel: Maschine zum Auskernen des Mays (Kukuruz oder Türken.)
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. XXII./Miszelle 28 (S. 72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037022_28

Maschine zum Auskernen des Mays (Kukuruz oder Türken.)

Da man in Amerika, dem eigentlichen Vaterlande dieser Getreideart, seit undenklichen Zeiten Mays baut, so dachte man schon frühe daselbst auf Maschinen zum leichteren Ausbringen der Kerne. Ein Hr. John S. Gardner, zu Canandaigua, Ontario-County, New-York, hat eine dieser älteren Maschinen verbessert, und sich auf diese Verbesserung am 11. Jun. 1829 ein Patent ertheilen lassen. Da die von dieser verbesserten Maschine im Franklin Journal und Register of Arts. N. 38. S. 244. gegebene Beschreibung sehr unvollkommen ist, so wäre es sehr zu wünschen, daß irgend ein patriotischer ungarischer Edelmann für seine lieben Landsleute eine solche Maschine von Hrn. Gardner kommen ließe; er dürfte nur einem Handlungshause in Trieft, wo häufig nordamerikanische Schiffe einlaufen, Commission geben. Auch die Italiäner62) und Tyroler, die den Mays als sogenannten Türken kaufen, könnten sich eine solche Maschine kommen lassen, die nicht viel über ein Duzend Dollars kosten kann.

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So eben ersehen wir aus einem italiänischen Werke über den Maysbau: Degla miglior coltivazione del Frumentone per ottenerne abbondante raccolta. 8. Modena. 1829. P. 9. Vincenzi. p. C. 112 S.“ (Bibliot. italian. N. 171. S. 393.), daß Italien vorzüglich seit Einführung der Cultur des Mays die vielen Hungersnöthen nicht mehr kennt, von welchen es ehevor so häufig heimgesucht wurde. Indessen ist der Preis desselben seit einem Jahrhunderte um mehr als das Dreißigfache gestiegen. Im J. 1721 galt der Sacco 7 1/2 Lire; im J. 1801 aber schon 212 Lire (Sacco und Lire Modenesisch.) Ein neuer Beweis, wie wahr es ist, daß man den Nachkommen Grund und Boden, nicht Geld, am allerwenigsten Papiergeld, hinterlassen müsse, wenn man ihren Wohlstand sichern will.

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