Titel: Neue Methode Weinessig zu bereiten; vorzüglich für die Weinbauer am Main und Rhein und an der österreichischen Donau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. XLII./Miszelle 22 (S. 153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037023_22

Neue Methode Weinessig zu bereiten; vorzüglich für die Weinbauer am Main und Rhein und an der österreichischen Donau.

Wo der Wein gut, und wirklich Wein ist, wie in Frankreich und Ungarn, brennt man aus den Weintrabern Brantwein, den sogenannten Franzbrantwein; wo er aber schlecht oder gering ist, und mehr Gurkenwasser als Wein ist, wie in einigen Gegenden am Rheine, vorzüglich am Mayn und an der österreichischen Donau, kann dieß nie mir wahrem Vortheile geschehen. Graf Valperga di Civrone hat in dem Calendario Georgico della r. Società agraria di Torino p. l'ao 1830. Torino p. Chirio e Mina, seine lieben Landsleute im nördlichen Piemont, wo der Wein auch sehr gering ist, die Träbern auf folgende Weise auf Essig benüzen gelehrt. „Nachdem der weiße Wein auf den Träbern ausgegohren hat, zieht man ihn ab. Die in einer Kufe gesammelten Trabern werden nach einigen Tagen sich erhizen und Dämpfe ausstoßen (rauchen). Man gieße auf dieselben etwas Wein, jedoch nicht so viel, daß sie sich abkühlen. Von Zeit zu Zeit gießt man wieder etwas Wein nach. Fünf Nachgüsse reichen gewöhnlich hin. Wenn die Trabern nun anfangen sauer zu riechen und hinlänglich sauer schmeken, preßt man sie aus, und bewahrt den erhaltenen Essig in reinen Gefäßen auf.“ Dieser Essig gibt sehr gute aromatische Essige. (Vergl. Biblioteca italian. N. 171. S. 399.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: