Titel: Wieder ein Dampfkessel geborsten an einem Dampfbothe in Nord-Amerika.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. XLII./Miszelle 8 (S. 149)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037023_8

Wieder ein Dampfkessel geborsten an einem Dampfbothe in Nord-Amerika.

Am 22. April barst der Kessel des Dampfbothes Caledonia auf dem Mississippi an der Mündung des Ohio. Es waren mehr als 500 Menschen am Bord, wovon 15 schwer beschädigt und getödtet wurden, nebst 7 Schiffern; 7 wurden über Bord geschleudert. Die Ursache dieses Unglükes scheint diese gewesen zu seyn, daß der Kessel plözlich stark auf Eine Seite geneigt wurde, indem Alles, was auf dem Bothe war, nach Einer Seite des Bothes hinlief, um nach einem Ereignisse auf dem Lande hinzusehen, so daß also das Wasser im Kessel nur an einer Seite desselben lag, und die andere Wand desselben troken dem Feuer ausgesezt wurde. – Diese traurige Erfahrung mag für künftige Fälle als Warnung dienen. Je mehr wir die Ursachen der Berstungen der Dampfkessel kennen lernen, desto weniger haben wir sie zu fürchten. Wir können bei dieser Gelegenheit eine Frage nicht unterdrüken, die wir der besseren Einsicht der Capitäne der Dampfbothe und den Dampfmaschinen-Fabrikanten unterlegen; nämlich diese: Da auch bei starken Winden die Dampfbothe öfters nach einer Seite hin gelegt werden, und aus dem obigen Grunde dann Berstung des Kessels entstehen könnte; wäre es nicht möglich, den Kessel im Bothe so zu hängen, wie der Compaß hängt, der auch im Sturme nicht schwankt und immer horizontal bleibt, oder wie man Stühle in Cajüten hängen kann, damit sie nicht schwanken und die Passagiere nicht seekrank werden, und wie im Polytechn. Journ. B. XXV. S. 233. gezeigt wurde? (Vgl. Times und Galignani N. 4752.)

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