Titel: Ueber den Erfinder des Durchbrechens der feindlichen Linie in einer Seeschlacht
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. LIX./Miszelle 12 (S. 215–216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037059_12

Ueber den Erfinder des Durchbrechens der feindlichen Linie in einer Seeschlacht

wurden seit mehreren Monaten in England und Schottland gewaltige Federschlachten geliefert, an welchen auch Sir Walter Scott Antheil nahm. Der Federfeldzug entschied für John Clerk of Eldin gegen Lord Rodney, so daß also Clerk als Erfinder dieses kühnen Manoeuvres begrüßt wird. Nach eingetretenem Frieden zwischen den Federhelden ergab sich aber: 1) daß ein französischer Mönch, Namens Paul Hoste, schon vor einem Jahrhunderte in einem Werke über Seetaktik das Durchbrechen der feindlichen Linie empfahl; 2) daß, wenn man die Berichte der griechischen und römischen Geschichtschreiber über die Seeschlachten liest, man durchbrochne |216| Linien des Feindes schon in Jahrhunderten findet, wo England noch kein Linienschiff besaß; 3) daß, was das Sonderbarste ist, dieses Manoeuvre von den Lords der Admiralität vor Clerk und Rodney, ungeachtet des durch so viele Seeschlachten erwiesenen glüklichen Erfolges, für so gefährlich erklärt wurde, daß jeder Admiral, der dasselbe wagen würde ohne des Erfolges gewiß zu seyn, ein Kriegsgericht befürchten mußte. (Globe. Galignani. 4767.)

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