Titel: Prüfung des Salzes auf Jod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. LIX./Miszelle 21 (S. 218)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037059_21

Prüfung des Salzes auf Jod.

Da sich in manchem französischen Salze „(und auch in manchem deutschen, Dank der hohen Weisheit unserer Salzschreiber, die ihre Fürsten und ihre Völker durch ihre unsinnigen Mißhandlungen der Salinen nach und nach zu Grunde richten, ungeachtet ihres jährlich auf ihren Tabellen ausgewiesenen Mehrertrages)“ Jod im Kochsalze befindet, und dieses dadurch der Gesundheit sehr nachteilig werden kann, so hat Hr. Barruel, Vorstand der chemischen Arbeiten an der k. Facultät der Medicin zu Paris, ein Verfahren bekannt gemacht, wodurch jeder sich überzeugen kann, ob Jod im Kochsalze, dessen er sich bedient, enthalten ist. Dieses Verfahren ist folgendes.

Man gibt ein Quentchen flüssige Stärke in ein Liqueurgläschen, und sezt der. selben Einen Tropfen Schwefelsäure von 66°, dann zwei Tropfen Chlor zu, rührt Alles gut durch einander, und wirft darin eine Prise (so viel man zwischen dem Daumen und Zeigefinger halten kann) Kochsalz in diese Mischung. Wenn Jod oder jodhaltige Salze in diesem Kochsalze enthalten sind, so wird obige Mischung auf der Stelle violett oder blau werden.

Jeder, der auch gar nichts von Chemie versteht, wird auf diese Weise sein Kochfalz auf Jod prüfen können.

Hr. Serullas hat ein anderes Verfahren angegeben. Man nimmt einige Prisen Salz und reibt dieses in einer steinernen Reibschale mit dem vierten Theile seines Gewichtes etwas genezter Stärke ab, worauf man dieser Mischung zwei bis drei Tropfen Chlor zusezt. Wenn Jod oder irgend eine Jodverbindung in dieser Mischung enthalten ist, wird dieselbe dadurch alsogleich blau werden, und zwar desto mehr, je mehr Jod in derselben enthalten ist.

Hrn. Barruel's Verfahren scheint bequemer und besser. (Journ. d. conaiss. usuell. April 1830. p. 187. Bullet. d. Scienc. techn. April, p. 330.)

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