Titel: Bestimmung des Tonnengehaltes der Schiffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. LIX./Miszelle 9 (S. 215)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037059_9

Bestimmung des Tonnengehaltes der Schiffe.

Die Weise, wie der Tonnengehalt der französischen Schiffe gesezlich bestimmt wird, ist diese: man multiplicirt die Länge mit der Breite, und das Product mit der Tiefe. Der Tonnengehalt der englischen Schiffe hingegen wird durch Multiplikation der Breite mit der Tiefe, deren Product dann mit dem halben Querbalken, der das Verdek des Schiffes trägt, (le demi-ban) multiplicirt wird, gesezlich bestimmt. Der englische Kaufmann läßt daher sein Schiff sehr tief und so bauen, daß er mehr laden kann, als sein gesezlich angegebener Tonnengehalt angibt. Er zahlt also weniger Tonnengebühr, als der französische Schiffer, wenn er auch eben so viele Güter gefrachtet hat, und kann folglich für geringeres Frachtgeld fahren. Die Handelskammer zu Havre hat von dem Handlungsbureau längst schon eine verständigere Bestimmung des Tonnengehaltes gefordert, wodurch der französische Schiffer gleichen Vortheil mit dem ausländischen erhielte: allein, von Bureaukraten Verstand und Aufmerksamkeit auf das Wohl ihres Landes fordern, hieße die Segel mitten in der Windstille einziehen. Journ. de Commerce. Jan. 1830. Bullet. d. Scienc. techn. Mars. 279.

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