Titel: Ueber die Arsenik-Wasserstoffverbindungen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. CIX./Miszelle 14 (S. 404)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037109_14

Ueber die Arsenik-Wasserstoffverbindungen

hat Hr. Saubeiran im Journal de Pharmacie, Juin. S. 354., interessante Versuche angestellt, von welchen wir hier bloß die Resultate anführen wollen: Nach diesen besteht der gearsenikte Wasserstoff

aus 1 Volumen oder 1 Atom Arsenik;
2 – 2 – Wasserstoff.
Wasserstoff: 2 Atom 12,48; 2,584.
Arsenik 1 – 470,38; 97,416.
––––
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Arsenikhydrür ist also von dem gearsenikten Wasserstoffe dadurch verschieden, daß es im Verhältnisse von 2:3 weniger Wasserstoff enthält.

Er schließt aus seinen Versuchen: 1) daß man gegenwärtig nur zwei Arsenikwasserstoffe kennt; der eine, als fester Körper, besteht aus Einem Atom Arsenik und zwei Atomen Wasserstoff; der andere, gasförmig, besteht aus Einem Atom Arsenik und zwei Atomen Hydrogen in zwei Volumen verdichtet. 2) daß das gearsenikte Wasserstoffgas seiner Zusammensezung nach immer identisch ist, außer seiner Vermischung mit Wasserstoff, es mag auf was immer für eine Weise bereitet worden seyn. 3) daß die Behandlung des durch Schmelzung erhaltenen Arsenikzinkes das sicherste Mittel ist sich reinen gearsenikten Wasserstoff zu verschaffen. 4) daß die alkalischen Oxyde, vorzüglich im Zustande eines Hydrates, durch Arsenik in Wasserstoff verwandelt werden, in eine metallische Arsenikverbindung, und in vollkommen und unvollkommen arseniksaure Verbindungen. 5) daß der Niederschlag, welcher durch langsame Einwirkung der Luft oder des Chlores auf den gearsenikten Wasserstoff entsteht, nicht Arsenikhydrür ist, wie man glaubte, sondern metallischer Arsenik. 6) daß Arsenikzinn und Zink, mit Säuren behandelt kein Arsenikhydrür liefern, sondern einen Rükstand von Ueber-Arsenikhydrür bilden, der von keiner Säure angegangen wird.

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