Titel: Der Bazar Montesquieu zu Paris.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. CIX./Miszelle 20 (S. 405–406)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037109_20

Der Bazar Montesquieu zu Paris.

Wir haben vor mehreren Jahren schon in unserem Polytechn. Journ., |406| und zeither wiederholt öfters, behauptet, daß es eine eitle Thorheit für reiche Leute und für Staaten ist, aus Holz bauen zu lassen, was eben so gut aus Eisen seyn könnte; daß ein solcher Bau das sicherste Mittel gegen jede Feuersgefahr ist. Unsere, wie wir sehr wohl wissen, in Deutschland still und laut verhöhnte Idee wurde zu Paris auf das Glänzendste ausgeführt. Man wird sich erinnern, daß der Bazar daselbst vor 2 Jahren niederbrannte. Hr. Lainé hat nun einen neuen Bazar, den Bazar Montesquieu, mit 80 Comptoirs, lediglich, mit Ausnahme des Mauerwerkes, aus Eisen, (aus Gußeisen und geschlagenem Eisen) und aus Kupfer und Messing gebaut. Es ist in diesem ganzen Gebäude, das 80 Comptoirs enthält, auch nicht ein Spänchen Holz; nicht so viel, als ein sogenannter Kreuzpartikel in mancher Monstranze beträgt. Es ist also doch nicht jede Idee im Polyt. Journ. so albern und lächerlich, als die Didaskalia zu Frankfurt von München aus schrieb, und manche der daheim verhöhnten Ideen wurde im Auslande glüklich ausgeführt. (Man vergl. die Beschreibung dieses Bazars im Journal de Paris, 20. Avril 1830. Bulletin d. Scienc. techn. Avril . S. 371.)

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