Titel: Brunel's Klobenmaschine, oder wie es in der Welt oft sonderbar zugeht.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 37, Nr. CXXVIII./Miszelle 9 (S. 469–470)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj037/mi037123_9
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Brunel's Klobenmaschine, oder wie es in der Welt oft sonderbar zugeht.

Bekanntlich verdankt die englische Flotte der Maschine, mit welcher Hr. Brunel (derselbe der den Bau des Tunnel leitete) die Engländer die Kloben schneiden lehrte, unendlich viel. Hr. Brunel hatte indessen, wie mancher andere Erfinder, das Unglük, daß er bei seiner Maschine, die er der englischen Regierung anbot, unendlich viel Zeit und Geld verlor, und mit eitlen Versprechungen hingehalten wurde. Er war bereits auf dem Punkte, Alles aufzugeben, und überreichte der Lady Spencer eine kleine Spielerei zum Abschiede: eine mechanische Vorrichtung, Karten zu mischen und auszugeben, ohne daß man sie mit der Hand zu berühren und sich viel damit zu plagen braucht. Diese Spielerei galt nun mehr in der hohen Welt, als die sinnreiche und nüzliche Maschine; sie machte Hrn. Brunel in den höheren Cirkeln als einen Mann „von unendlichen Talenten“ bekannt, und verschaffte ihm den Schuz derselben. Wenn also jezt die ganze englische Flotte noch ein Mal so schnell und wohlfeil, als vorher, aufgetakelt werden kann, so dankt man dieß einer Spielerei, einer Maschine zum Kartenmischen, die einer einflußreichen Dame überreicht wurde, nicht der Anerkennung des wahren Verdienstes.

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