Titel: Jeffries und Halley's verbessertes Gebläse.
Autor: Baddeley, William
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XXXVIII. (S. 123–124)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/ar038038

XXXVIII.  Jeffries und Halley's verbessertes Gebläse. Von W. Baddeley d. jüng.

Im Mechanics' Magazine. N. 365. 7. August. S. 307.

Mit Abbildung auf Tab. II.

Dieses Gebläse ist nach einem etwas ähnlichen Grundsaze, wie de la Hire's Pumpe, gebaut: es ist doppelt wirkend, und taugt sehr gut für größere Schmieden, Gießereien und alle Feuer, bei welchen ein starkes, anhaltendes Gebläse nothwendig ist. Die ausgezeichnetesten Feuerarbeiter auf den Werften haben demselben ihren Beifall geschenkt, und die Society for the Encouragement of Arts (in deren XXXVIII. Bande dieses Gebläse ausführlich beschrieben ist) haben den HHrn. Jeffries und Halley die große silberne Medaille und 50 Guineen dafür zuerkannt. Dieses Gebläse würde sich auch bei Orgeln, und, als kleines Modell, als Löthrohr gut benüzen lassen. Die HHrn. Ward und Ainger in Upper-Ground-Street bedienen sich desselben täglich in ihrem großen Eigengußwerke.

A Fig. 1 und 2. ist ein Griff, durch welchen das Gebläse in Thätigkeit gesezt wird: ein großes Flugrad an dem gegenüber stehenden Ende der Achse gibt der Bewegung Gleichförmigkeit.

B ist der Blasebalg, der senkrecht in einem luftdichten Gehäuse C steht.

D ist eine Kurbel in der Mitte der Achse, die sich in einer luftdichten halbkreisförmigen Büchse dreht, d. Mittelst dieser Kurbel wird die umdrehende Bewegung, die man dem Griffe gibt, in eine abwechselnde verwandelt, wodurch der Blasebalg abwechselnd gehoben und gesenkt wird, wozu, da derselbe senkrecht steht, wenig Kraft nöthig ist.

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Da das Gehäuse oder der Kasten C, in welchem der Blasebalg ein geschlossen ist, luftdicht ist, so folgt nothwendig, daß, wann der Blasebalg in Folge der Wirkung der Kurbel, D, niedergedrükt wird, in diesem Kasten C, theilweise ein leerer Raum entsteht. Um nun das Gleichgewicht wieder herzustellen, wird äußere Luft durch die zwei Klappen, ee, Fig. 28. in denselben stürzen, und diese herbeigestürzte Luft wird, bei der nächsten Hebung oder Ausdehnung des Blasebalges, durch die Klappe, f, in den Regulator, R, getrieben werden, den sie aufbläst und hebt, und aus welchem sie durch die Oeffnung h in die Röhre N getrieben wird.

Zu gleicher Zeit erzeugt die Hebung oder Ausdehnung des Blasebalges einen theilweisen leeren Raum innerhalb desselben. Diesen leeren Raum wird die Luft ausfüllen, welche durch die zwei Klappen vorne an der Maschine hereinstürzt. Von diesen Klappen befindet sich zu jeder Seite der Röhre, N, eine, den Klappen ee gerade gegenüber (Fig. 28.). Wann hierauf der Blasebalg niedergedrükt wird, wird die in demselben enthaltene Luft durch die Klappe, g, in die Röhre getrieben, welche mittelst der Oeffnung h mit dem Regulator R in Verbindung steht.

Der Dekel des Regulators kann mit Gewichten belastet werden, um der eingeschlossenen Luft jeden beliebigen Grad von Druk zu geben. Der Regulator selbst wird durch eine Stange, welche durch die Leiter ii läuft, in senkrechter Lage erhalten. Bis auf das Leder ist Alles an diesem Apparate aus Eisen.

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