Titel: Wright, über die Maschinen zur Verfertigung metallner Schrauben.
Autor: Wright, Lemeul Wellman
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XCIII. (S. 344–353)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/ar038093

XCIII. Verbesserungen an den Maschinen zur Verfertigung metallner Schrauben, worauf Lemuel Wellman Wright, Mechaniker in Upper-Kenningtonlane, Surry, sich am 18. September 1828 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. September. 1830 S. 314.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

(Fortsezung von S. 279. dieses Bandes.)

Die in diesem Patente beschriebene Verbesserung ist, wie wir bereits bemerkten, nur eine Verbesserung der vorigen, und besteht, wie diese, aus zwei abgesonderten Maschinen, die zwar nicht im Grundsaze, wohl aber in solchen Kleinigkeiten von ersteren abweichen, welche die Erfahrung zeither als nothwendig gezeigt hat, und die dem ersteren Patente vom 17. März 1827 hätten als Ergänzung sollen beigefügt werden dürfen, ohne den Patent-Träger zu der ungeheueren Ausgabe einer neuen Patent-Taxe für alle drei Königreiche zu verhalten. Dieser Prellerei wird, wie wir hoffen, bei der vorgeschlagenen Revision der Patent-Geseze abgeholfen werden.145)

Der erste Theil dieser Verbesserungen wird als eine Maschine von beinahe derselben Form und Einrichtung, wie die vorige, beschrieben, nämlich zum Schneiden der erforderlichen Drathlängen, und zum Aufsezen der Köpfe auf die Spindeln der zu verfertigenden Schrauben: nur im Detail hat hier ein Unterschied Statt, und das Neue dieser Verbesserung im Verhältnisse zur früheren besteht 1) in Anwendung sogenannter Zuggefüge (toggle oder tuggle-joints), auf welche Däumlinge oder Muschelräder wirken, hie oben und unten an Achsen, welche sich drehen, befestigt sind, und die Punze vorwärts treiben, welche das Ende der Spindel in den Stämpel drükt, um den Kopf zu bilden und die Punze zurük zu bringen, während zugleich der Drath nachgeliefert wird. 2) in der Art, wie die Klingen bewegt werden, um die zu jeder Spindel nothwendige Länge des Drathes abzuschneiden. 3) die |345| neue Zusammenstellung des ganzen Details der übrigen Theile der Maschine.

Fig. 1. Taf. VII. ist eine Seitenansicht der Maschine, welche die Verrichtungen der einzelnen Theile hinlänglich darstellt. aaa ist das Gestell (die Stüze) der Maschine, auf welchem die arbeitenden Theile der Maschine aufgezogen sind. b ist die Haupt- oder Triebachse, auf welcher eine Laufscheibe sich befindet, die mittelst eines Laufbandes, das mit irgend einer Triebkraft in Verbindung steht, getrieben wird, und die durch Rad und Triebstok die Hauptachse, c, n Bewegung sezt. Auf dieser Hauptachse c ist das Hauptmuschelrad d befestigt, c ist eine andere Achse, welche von einem Spornrad-Getriebe von der Hauptachse, c, aus in Umlauf gesezt wird, und auf welcher ein zweites Muschelrad, f, aufgezogen ist, um die Zuggefüge, gg, zu heben, nachdem sie durch die Umdrehung des Hauptmuschelrades, d, niedergedrükt wurden, und die Punzenstange h sammt der Punze i in den Becher oder Stämpel j getrieben haben, wo das Ende der Drathspindel zur Bildung des Kopfes zusammengedrükt wird.

Der Drath wird von der gegenüberstehenden Seite mittelst der Speisungsbaken oder Finger, k, welche mit der Punzenstange h in Verbindung sind, durch die Streifen l in die Maschine gebracht. So wie sie sich vorwärts und rükwärts schieben, wird dieselbe Bewegung den Speisungsbaken mitgetheilt, die sich auf ihren Stüzen schieben, und so vorgerichtet sind, daß sie sich um den Drath schließen, wenn sie gegen die Maschine kommen, und sich öffnen, wenn sie zurüklaufen. Das Stük Drath, welches man in den Baken sieht, ist auf einem Speisungsbrette, und wird von ein paar Federfingern gehalten.

Wenn nun der Drath in die Stämpel kommt, die vorläufig geöffnet wurden, treibt das Muschelrad, m, auf der Hauptachse, so wie es sich dreht, das längere Ende des Hebels, n, und drükt das kürzere Ende desselben nieder, so wie auch das Stük p, in welchem die obere Hälfte der Stämpel j aufgezogen ist, und schließt diese: auf diese Weise wird der Drath in den Stämpeln festgehalten.

Da die Umdrehung der Achse f gleichzeitig mit der Hauptachse ist, so wird das doppelte oder gefurchte Kammrad, qq, das längere Ende des Hebels, r, heben, der seinen Stüzpunkt bei s hat, und das kürzere Ende niederdrüken, und mit diesem zugleich die Klingenplatte, und die Klinge t, die man in den Punkten sieht. So wie die Klinge vor dem Ende des Stämpels vorbei geht, wird sie jenen Theil des Drathes, der die Spindel bilden soll, und von dem Stämpel gehalten |346| wird, von der eingezogenen Länge des Drathes abschneiden. Die Spindel läßt sich nun leicht am Ende der Punze zusammendrüken, um so den Kopf der Schraube zu bilden.

Die Klingenplatte wird aus Stahl verfertigt, und führt ein kleines Loch, das durch Dieselbe läuft, und in welches das Ende des Drathes eingetrieben wird: der übrige Theil der Platte ist vollkommen flach und eben, und bildet ein Lager für das Ende des Drathes in dem Stämpel.

Nachdem die Hauptachse, d, die Zuggefüge hinabgetrieben hat, wie man in der Figur sieht, wird die Stange vorgeschoben, und mit dieser die Punze, welche, indem sie gegen das Ende der Schraubenspindel wirkt, den Drath in den Becher des Stämpels drükt, und so den Kopf bildet.

Wenn die Umdrehung aller Achsen und Muschelräder fortgesezt wird, kommt das Muschelrad d von der Reibungswalze in den Zuggefügen weg, und treibt leztere in die durch Punkte angedeutete Lage, durch welche Bewegung die Punzenstange, und mit ihr die Speisungszangen zurükgezogen werden, welche nun eine andere Drathlänge ergreifen und in die Maschine bringen, nachdem die vorläufig mit einem Kopfe versehene Spindel beseitigt wurde.

Während derselben Zeit, als die Speisungsbaken und Finger sich auf dem Drache schließen, wird durch die Umdrehung des doppelten Muschelrades q das längere Ende des Hebels niedergedrükt, und die Klingenplatte in ihre vorige Lage in die Höhe getrieben worden seyn, d.h. so, daß das Loch dem Stämpel gegenüber kommt, und da das Muschelrad in auf der Hauptachse das Ende des Hebels n auf seinen kleineren Durchmesser fallen läßt, so hebt es das Stük p, in welchem die obere Hälfte der Stämpel aufgezogen ist. Diese Bewegung ist es, durch welche die Spindel aus den Stämpeln befreit wird, indem sie diese lezteren öffnet, und der nächstfolgenden Drathlänge erlaubt zwischen die speisenden Finger gebracht zu werden, welche eine andere Drathlänge in die Stämpel bringen. So wie die Punze zurüktritt, wird ein Paar Federfinger seitwärts quer über die Maschine bewegt, und ist auf der schiebbaren Stange, u, befestigt, welche mittelst eines Hebels und doppelten Muschelrades auf dem Ende der Hauptachse in Bewegung gesezt wird. Die Schraubenspindel wird von diesen Fingern nach einem feststehenden Lager in der Mitte der Maschine gebracht, wo sie von einem Baken und Hebel fest gehalten wird, aus welchen ein kleines Muschelrad an der zweiten Achse, f, wirkt, bis die nächst folgende Bewegung der Finger eine andere Schraubenspindel holt, wo dann die Finger wieder dieselbe auslassen, diese von einem |347| anderen Paare ergriffen und zu einem zweiten Stämpel geführt wird, in welchem das Aufsezen des Kopfes vollendet wird.

Bei diesem zweiten Stämpel zum Aufsezen des Kopfes ist eine ähnliche Vorrichtung beinahe aller Theile, wie bei dem ersten, indem bei der zweiten Operation des Aufsezens des Kopfes dieselben Bewegungen nothwendig sind, wie bei der ersten, nur daß hier der Drath nicht abgeschnitten, und der Stämpel, welcher hier aus Einem Stüke ist, nicht geöffnet und geschlossen werden darf.

Die Streife, welche bei der ersten Operation gebraucht werden um den Drath hereinzubringen, sind mit einer schiebbaren Stange verbunden, welche sich mit dem Speisungs-Apparate in derselben Lage befindet. Diese treibt die Schraubenspindel heraus, nachdem die zweite Punze auf dieselbe gewirkt hat, wo leztere dann von einem dritten Fingerpaare ergriffen und auf ein anderes Lager gebracht wird, wo ein anderer Baken und Hebel dieselbe festhält, auf welchen ein Muschelrad auf der zweiten Achse wirkt. Die Schraubenspindel wird deßwegen in dieser Lage gehalten, damit der Drechslungs-Apparat auf den Kopf wirken, jede Rauhigkeit und Unebenheit an der Kaute desselben beseitigen, und zugleich auch den Kopf vollkommen concentrisch mit der Spindel stellen kann.

Dieser Drechslungs- oder Abdrehungs-Apparat besteht aus einer Klinge, welche auf einer sich drehenden Achse aufgezogen ist. Diese Achse befindet sich innerhalb einer Röhre, mit welcher sie mittelst eines Einschnittes und Schlüssels verbunden ist, so daß beide zugleich sich mit einander drehen: die Achse kann sich aber zugleich innerhalb der Röhre schieben, während die Röhre durch ihre Lager in ihrer gehörigen Stellung erhalten wird. Auf, dieser Röhre ist eine kleine Laufscheibe aufgezogen, welche ihre Bewegung von einem Laufbande erhält, das über Leitungsrollen zu einer großen Laufscheibe oder Rolle auf der ersten Achse läuft. Das Ende der sich drehenden Achse steht aus der Röhre hervor, und wird durch eine Spiralfeder gehalten, welche um dieselbe gegen das Ende einer schiebbaren Stange gewunden ist, worauf ein Muschelrad auf der zweiten Achse wirkt: wenn nun eine Schraubenspindel auf das Lager gebracht, und von den Baken und dem Hebel gehalten wird, stoßen die Muschelräder die schiebbare Stange vorwärts, und dadurch zugleich die Achse, welche die Klinge zu dem Kopfe der Schraubenspindel emporhebt, und, so wie sie sich dreht, alle Unebenheiten an der Kante rings um den Kopf der Schraube wegschneidet.

Nachdem dieß geschehen ist, läßt das Muschelrad die schiebbare Stange und eben so die Achse und die Klinge von dem Kopfe durch |348| die Spiralfedern wegziehen, wo dann, wenn das Muschelrad auf der zweiten Achse aufhört auf den Hebel zu wirken, welcher die Schraube während der lezten Operation hält, die nun vollendete Schraubenspindel losgelassen und fallen gelassen wird, indem sie durch das dritte Fingerpaar, während dieses eine andere Schraubenspindel zu einer ähnlichen Operation herbeiführt, aus ihrer Lage gebracht wurde.

Die zweite Maschine, durch welche die Einschnitte in die Köpfe der Schraube geschnitten, und die Faden oder der Wurm auf die Spindel eingeschnitten werden, ist, ihren Grundsäzen nach, der vorigen Maschine ähnlich, weicht jedoch im Detail bedeutend ab. Das wesentliche Neue in derselben ist, 1) daß die Klinge, welche den Einschnitt in den Kopf bildet, eine aufsteigende Bewegung zugleich während ihrer umdrehenden Bewegung besizt, nach und nach empor steigt, und so ihren Weg in der gehörigen Tiefe durch den Kopf, während sie aufsteigt, einschneidet, statt daß sie, wie an der vorigen Maschine, mit dem Kopfe in der Linie des Mittelpunktes in Berührung kommt. 2) daß die Finger, welche in der vorigen Maschine die Schraubenspindeln von einem Theile derselben zu dem anderen bringen, hier wegbleiben, indem das Einschneiden des Kopfes und das Schneiden des Fadens mittelst einer Röhre geschieht, durch welche die Schraubenspindeln großen werden, nachdem sie ihren Einschnitt im Kopfe erhielten, und in ein Paar sich drehende Baken vorgeschoben werden, welche die Spindel halten, während der Faden oder Wurm darauf geschnitten wird. 3) die Schraubenspindel, welche eine abwechselnd umdrehende Bewegung, so wie auch eine Bewegung nach vorwärts und rükwärts während der Arbeit erhält: die abwechselnde Bewegung wird mittelst eines Zahn- und Triebstokes ertheilt, der von einer Kurbel und von einem Hebel in Thätigkeit gesezt wird: die Bewegung nach vor- und rükwärts aber wird durch eine Leitungsschraube hervorgebracht, von welcher die Schiefheit oder Neigung (der Rechen, rake) der Schraubenfaden abhängt, die auf dieser Maschine verfertigt werden. 4) Die Schraubenstämpel sind auf Hebeln aufgezogen auf einer senkrechten stillstehenden Platte, und schließen sich auf der Spindel durch die Kraft von Spiralfedern.

Fig. 2. ist ein Durchschnitt durch den Mittelpunkt der lezt erwähnten Maschine, welcher die Anordnung der Theile und ihre Operationen hinlänglich erläutern wird. aaa ist das Gestell sammt den Füßen, auf welchem alle arbeitenden Theile aufgezogen sind. b ist die Hauptachse mit Muschelrädern, um die verschiedenen Theile der Maschine in Bewegung zu sezen. c ist die Trieb- und Kurbel-Achse der Maschine, an welcher das Flugrad, das Laufrad und das Laufband angebracht ist: sie ist mittelst eines Rades und Triebstokes |349| an der abstehenden Seite der Maschine mit der Hauptachse verbunden.

Die Schraubenspindeln kommen, so wie sie in der ersten Maschine fertig geworden sind, in diese zweite, und werden daselbst von dem Jungen, der die Maschine bedient, in eine neue Art von Speisungsrad gebracht, an dessen Umfange sich eine Menge Zähne, wie an einem Spornrade, befinden. In jedem dieser Zahne ist ein Ausschnitt oder eine Furche, in welche die Enden der Schraubenspindeln eingelegt werden, wie man bei 1, 2, 3, 4, 5 sieht, wo sie durch kleine Federn, die auf dieselben leicht drüken, festgehalten werden, wie man in der Figur sieht. Dieses Speisungsrad ist auf einer horizontalen Achse aufgezogen, die sich auf Zapfen dreht, und hat zugleich auch ein Spornrad, e, mit zwei Mal so viel Zähnen am Umfange, als Einschnitte im Speisungsrade sind. Dieses Spornrad wird auf folgende Weise in Bewegung gesezt.

Auf der Hauptachse b ist das Muschelrad f befestigt, welches auf die Reibungswalze am Ende des mit einem Gewichte versehenen Hebels, g, wirkt. An dem anderen Ende dieses Hebels befindet sich ein Federzahn, der in die Zahne des Spornrades eingreift; und so, wie das Muschelrad, f, sich dreht, hebt es den Hebel, drükt den Federzahn nieder, und führt das Spornrad um einen Zahn mit sich herum. Diese Bewegung hat zwei Mal Statt, während die Hauptachse sich ein Mal umdreht, und wenn diese Bewegungen ununterbrochen auf einander folgen, so wird das Speisungsrad dadurch in Zwischenräumen gedreht, und die verschiedenen Schraubenspindeln kommen in die Lage von 4, d.h., in die Mündung eines Baken- oder Zangen-Paares, g. das vorläufig zur Aufnahme derselben geöffnet ist, und zugleich auch der Mündung der oben erwähnten stillstehenden Röhre gegenüber.

Wenn nun die Bewegung des Speisungsrades die Schraubenspindel in diese Lage gebracht hat, wirkt ein Muschelrad h auf der Hauptachse auf die Reibungswalze an dem längeren Ende des Hebels i, und, indem es dieses Ende niederdrükt, hebt es das kürzere, und mit diesem zugleich ein Paar Zuggefüge, die bei ihrem Central-Vereinigungsgefüge damit verbunden sind. Die Enden dieser Zugstüke (tuggle pieces) sind mittelst Gefügen an den Enden der Füße der Haltzangen angebracht, und wenn der Hebel empor steigt, und die Zugstüke gerade bringt, werden die Füße der Zangen ausgestrekt, und die Baken werden gezwungen, die Schraubenspindel zu fassen und während der ganzen Operation fest zu halten, d.h., während der Einschnitt in dem Kopfe gemacht wird.

Wenn nun die Schraubenspindel in dieser Lage gehalten wird |350| wird die Klinge j mittelst des Muschelrades k auf der Hauptachse, welches auf das längere Ende des gebogenen Hebels, l, wirkt, gehoben; die Klinge j ist auf einer kleinen Achse aufgezogen, und dreht sich auf Zapfen in dem kurzen oder gabelförmigen Ende des Hebels, l; die umdrehende Bewegung wird durch ein Laufband, m, mitgetheilt, das über eine Rolle auf derselben Achse und eine große Laufscheide oder Rolle, n, an der Kurbelachse c läuft.

Man wird sehen, daß, so wie die Klinge empor steigt, sie durch einen Theil des Kopfes fährt, sich daselbst ihren Weg schneidet, und so die Furche bildet; und sobald dieß geschehen ist, hört das Muschelrad k auf auf den Hebel, l, zu wirken, und läßt die Klinge von der Spiralfeder, o, in ihre vorige Lage zurükziehen.

Wenn nun das Einschneiden des Kopfes vollendet ist, läßt der kleinere Durchschnitt des Muschelrades, h, die fest haltenden Baken sich etwas öffnen, indem h mit der Reibungswalze am Ende des Hebels, i, in Berührung kommt, und das andere Ende des Hebels mit den Zuggefügen durch die Feder, p, herabgezogen wird. In diesem Augenblike schiebt ein Muschelrad, q, auf der Hauptachse eine schiebbare Stange, r, mit der Punze, s, vorwärts gegen den Kopf der Schraubenspindel, und treibt diese aus den Baken in die Mündung der Röhre tt, in der Lage der Spindel P: die fest haltenden Baken öffnen sich weiter, in dem Verhältnisse als der Schraubenkopf sich ihnen nähert. Wenn die Schraube in der Röhre in die Lage 5 gekommen ist, wird sie daselbst durch ein Paar Federfinger gehalten.

Da nun diese Bewegungen an der Maschine sich fortsezen, so wie sie beschrieben wurden, so wird die Schraubenspindel in Zwischenräumen immer vorgestoßen, so wie neue Spindeln in die Röhre nachkommen, bis sie in die Lage 16 gelangt.

Die stillstehende Röhre, tt, umgibt die sich drehende Röhre v, die sich in Lagern in dem Gestelle dreht. An einem Ende dieser Röhre sind die schiebbaren Baken, ww, aufgezogen, welche die Schraubenspindel fest halten, während der Wurm oder Faden an dem Umfange derselben eingeschnitten wird. Bei der nächsten Bewegung der Maschine wird die Schraubenspindel aus ihrer Lage, 16, in der stillstehenden Röhre gestoßen, und in die Lage 17 im Munde der Baken, w, gebracht, welche dann veranlaßt werden die Schraubenspindel fest zu halten. Dieß geschieht durch Niederdrüken der kürzeren Enden der Hebel, xx, auf welche die Zuggefüge yy wirken, welche durch die Copulirbüchse, zz, mit welcher diese Zugstüke durch ein Gefüge verbunden sind, in die in der Figur gezeichnete Lage gebracht werden.

Die Bewegung dieser Copulirbüchse, z, wird durch einen anderen Theil der Maschine bewirkt, der in der Figur nicht dargestellt ist, |351| durch folgende Beschreibung aber leicht begriffen werden wird. Auf den Enden der gabelförmigen Hebel 18, 18, befinden sich Reibungswalzen, die in der Furche der Copulirbüchse arbeiten. Dieser Hebel liegt horizontal quer über die Maschine und das andere Ende des Hebels arbeitet auf einem Stifte, als auf seinem Stüzpunkte, an der Seite eines der Füße der Maschine. Mit diesem Hebel ist ein Ende einer langen schiebbaren Stange verbunden, die sich über die ganze Länge der Maschine hin erstrekt, und unter der Hauptachse in die Form eines Halbkreises gebogen ist, so daß zwei kleine Muschelräder, welche auf zwei Reibungswalzen an der Seite der Stange wirken, frei sich drehen können, ohne dieselbe zu berühren. Eine dieser Reibungswalzen ist vorne an der Hauptachse, die andere rükwärts, und so wie die Muschelräder sich drehen, stoßen sie abwechselnd die schiebbare Stange vorwärts, und mit ihr zugleich die Hebel, yy, und die Copulirbüchse, zz, in die in der Figur gezeichnete Lage, und schließen die Klappen auf der Schraubenspindel. Die andere Reibungswalze dient zum Zurükziehen der Stange, des Hebels und der Copulirbüchse, und zur Oeffnung der Baken ww.

Da nun einmal die Schraubenspindel, 17, in den Baken fest gehalten ist, wollen wir fortfahren die Weise zu beschreiben, wie der Wurm oder Faden um die Schraubenspindel geschnitten ist. Die Stämpel oder Stöke (dics or stocks) 19, welche den Faden auf der Spindel schneiden oder bilden, sind in Füßen oder Hebeln, 20, 20, aufgezogen, die sich auf Stiften in der senkrechten Platte oder Stüze bewegen, und durch die Kraft einer Spiralfeder 21, oder mehrerer Federn, die mit beiden Füßen verbunden sind, und diese zusammenziehen, auf der Schraubenspindel geschlossen werden, so daß die Schraubenstämpel auf der Spindel geschlossen werden, wie sie den Faden bilden.

Um den Faden oder Wurm gehörig zu bilden, ist es nöthig der Spindel eine abwechselnd umdrehende Bewegung zu geben; dieß geschieht mittelst der Kurbel 22 auf der Achse, c, welche mittelst der Stange 23 mit dem Hebel 24 verbunden ist, der seine Stüze in der sich schwingenden Krüke 25 hat; das längere Ende dieses Hebels ist mittelst eines Gefüges mit dem senkrechten Zahnstoke, 26, verbunden, und dieser Zahnstok greift in einen Triebstok, 27, auf der sich drehenden Röhre v. Dieser Triebstok ist mit der Röhre mittelst eines Schlüssels und Ausschnittes verbunden, so daß die Röhre sich vor- und rükwärts bewegen kann, während der Triebstok unbeschränkt an seiner Stelle in Umtrieb mit dem Zahnstoke bleibt, was mittelst eines stillstehenden Zaumes geschieht, der eine Furche in dem Triebstoke 27 umfaßt.

|352|

Man wird einsehen, daß so, wie die Kurbel sich dreht, der Zahnstok von dem Hebel abwechselnd gehoben und gesenkt wird; und damit der Zahnstok mit dem Triebstoke in Umtrieb bleibt, ist auf dem Gefüge des Hebels mit dem Zahnstoke eine Reibungswalze, 28, angebracht, die parallel mit den Leitern 29, 29, arbeitet: die schwingende Krüke führt den Stüzpunkt des Hebels, und schmiegt sich von selbst der Bewegung der Kurbel und des Hebels an.

Am Ende der sich drehenden Röhre ist die Leitungsschraube, 30, befestigt, die in eine stillstehende weibliche Schraube, 31, eingreift, welche auf einem der Quertragebalken der Maschine festgemacht ist. Von dieser Schraube hängt die Bewegung der Röhre nach vorwärts und rükwärts, und die Neigung oder Schiefheit des Fadens ab, der auf der Schraubenspindel eingeschnitten werden soll.

Nachdem dieses Einschneiden des Fadens geschehen ist, drükt ein Muschelrad 32 an der Hauptachse das längere Ende des Hebels, 33, nieder, und macht das andere Ende steigen, und ein an diesem Ende, mittelst eines im Mittelpunkte sich schiebenden Stükes, angebrachtes Paar Zuggefüge treibt die Füße oder Hebel, in welchem die Schraubenstämpel aufgezogen sind, und befreit die nun vorgerükte Schraube von diesem Druke. In diesem Augenblike wird die Copulirbüchse, z, auf die vorher beschriebene Weise zurük bewegt, und die Schraube aus den sich drehenden schiebbaren Baken, w, w, befreit.

Zu gleicher Zeit wird durch die Bewegung einer langen Stange, welche von der Hauptachse her läuft, ein Paar Leitungsfinger, 34, vorgeschoben, das auf dem Ende einer schiebbaren Stange befestigt ist. Diese Finger werden durch eine Spiralfeder in Thätigkeit gesezt, und fassen die nun vollendete Schraube. Die ununterbrochene Bewegung der Hauptachse läßt ein Muschelrad auf diese lange Stange wirken, bewegt sie in entgegengesezter Richtung, und führt dadurch die Finger und in diesen die Schraube zurük, welche, so wie sie von der Maschine weggeht, mit einem hervorragenden Zapfen, 35, zusammentrifft, durch welchen die Schraube aus den Fingern getrieben wird, und immer in ein zur Aufnahme derselben bestimmtes Körbchen hinabfallt.

Die schneidenden oder schraubenden Stämpel müssen gehörig mit einer aus einem darüber befindlichen Gefäße herabtröpfelnden, schlüpfrig machenden Flüssigkeit gespeist werden, damit sie während sie die Faden in die Stämpel schneiden, immer fühl bleiben: hierdurch wird dieser Theil der Arbeit sehr erleichtert.

Der Patent-Träger bemerkt, daß es in einigen Fällen gut seyn würde statt der lezt beschriebenen Maschine zwei verschiedene Maschinen zu haben: eine, die bloß allein den Faden oder den Wurm schneidet, |353| und eine andere, die den Einschnitt in die Köpfe macht, so daß dann in der ersteren dieser Maschinen alle jene Theile wegfielen, welche zur Verfertigung dieses Einschnittes gehören, mit Ausnahme eines Paares festhaltender Baken am Ende der stillstehenden Röhre, welche zur Aufnahme der Schraubenspindeln aus dem Speisungsrade nothwendig sind, und auch als Leiter für dieselben dienen, wenn sie mittelst der Punze in die Röhre getrieben werden.

Das Paar festhaltender Baken besteht in dieser Maschine aus zwei Hebeln, die an einer senkrechten Platte von Stiften als ihren Stüzpunkten herabhängen, und die haltenden Baken zwischen sich haben, welche mittelst einer Spiralfeder, die an ihren Enden mit den Enden der Hebel zusammenhängt, zusammengebracht werden. So wie die Punze vorrükt um die Schraubenspindel in die Röhre, oder in das keilförmige Stük an der unteren Seite der Punzenstange zu stoßen, treibt sie die Füße oder Hebel von einander, und öffnet die Baken, welche ihr auf diese Weise gestatten, die Schraubenspindel durch dieselben in die Röhre zu stoßen. In jeder anderen Hinsicht ist diese Maschine ganz so, wie die lezt erwähnte, nur nothwendig weit einfacher.

Der Patent-Träger beschreibt das Detail der Einrichtung und Zusammenstellung der verschiedenen Theile dieser Maschine höchst genau, vorzüglich die Methode, wie die Schraubenstämpel auf ihrer senkrechten Platte aufgezogen werden.146)

Diese Stämpel können in ihren Füßen oder Hebeln aufgezogen werden. Der Patent-Träger sagt aber in seiner Erklärung, daß sie in schiebbaren Stüken besser vorgerichtet werden, wenn diese in Leitern auf der Platte arbeiten, und durch Stifte mit den Füßen der Hebel verbunden sind, indem sie so weniger wanken, als wenn sie mit den Füßen selbst verbunden sind, und daß, statt durch die Zuggefüge am Ende des Hebels, die Schraubenstämpel mittelst eines keilförmigen Stükes an ihrem Ende geöffnet werden können, das die Füße von einander treibt, und die Stämpel offen legt.

|344|

Ist nicht geschehen, und wird nicht geschehen.

A. d. Ue.

|353|

Es wäre sehr zu wünschen gewesen, daß Hr. Newton uns statt dieses Auszuges, der sehr mangelhaft ist, dieses Detail und auch die Figuren des Originales mitgetheilt hätte. So wie dieser Aufsaz hier steht, wird er nur Wenigen nüzen.

A. d. Ue.

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