Titel: Stewart, Verbesserungen an Fortepianos.
Autor: Stewart, James
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XCV. (S. 361)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/ar038095

XCV. Verbesserungen an Fortepianos, und an der Art sie zu besaiten, worauf Jak. Stewart, Fortepianomacher, Storestreet, Bedford-square, Middlesex, sich am 22. März 1827 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Octbr. 1830. S. 15.

Das London-Journal theilt über dieses Instrument nur Folgendes mit. „Der Patent-Träger spricht von drei verschiedenen Verbesserungen: die beiden ersteren bestehen in gewissen neuen Vorrichtungen im Baue und in der Anwendung der Dämpfer mit doppelter Wirkung an großen Fortepianos; die dritte in der Art, wie die Saiten an ihren Stiften in allen Fortepianos befestigt werden.

Zuerst schlägt er vor, statt den Dämpferdrath unmittelbar über die Saite zu führen, auf welche gewirkt werden soll, denselben zwei halbe Tone oder eine ganze Note weit davon weg zu stellen. Wenn z.B. die Saite, auf welche gewirkt werden soll, F ist, so bringe man den Dämpferdrath zwischen G und Gis an, und so verfahre man mit demselben bei allen übrigen Saiten. Diese Dämpferdrathe müssen in dem Instrumente weiter als gewöhnlich zurükgerükt werden, um Raum für einen Aufhälter zu finden, der den Hammer nicht wieder zurükfallen läßt, nachdem die Note gespielt wurde.

Die zweite Verbesserung ist die Abnahme des Gewichtes von den Dämpfern, damit das Instrument sich zarter spielt, was dadurch geschieht, daß der Dämpferhebel theilweise gehoben wird, so daß also nur ein Theil desselben auf die Taste drükt.

Drittens schlägt er vor, statt daß man eine Schlinge am Ende der Saite macht, um diese an dem Stifte zu befestigen, einen sehr starken Stift zu nehmen und die Saite um diesen zu winden, dann das Ende der Saite zu einem anderen Spannungsstifte zurük zu führen, und so zwei gleichtönende Saiten aus einem Drathe zu bilden. Er sagt, die Reibung der Saite an dem ersten Stifte reicht zu dieselbe fest zu halten und sogar zu erlauben, aus einem und demselben Drathe an den zwei Saiten zu jeder Seite desselben zwei verschieden gestimmte Saiten zu bilden.“

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